Unternehmen McDonald’s erhöht die Löhne – jedoch nicht für alle

Eine Filiale der Fastfood-Kette McDonald's

Eine Filiale der Fastfood-Kette McDonald's© Cherajeev [CC-BY-SA-3.0]/Wikimedia Creative Commons

Der öffentliche Druck zeigt Wirkung: McDonald's hat beschlossen, die Gehälter der Mitarbeiter zu erhöhen. Allerdings profitieren nur wenige Angestellte. Die Kritiker werden daher vermutlich nicht verstummen.

McDonald’s steckt in der Krise – auch weil das Image der Fastfoodkette als Arbeitgeber nicht besonders positiv ist. Mitarbeiter protestieren und streiken regelmäßig für höhere Löhne. Doch auch in den USA ist – wie in Deutschland – die Arbeitslosenrate zuletzt kräftig gesunken, die Chancen von Arbeitnehmern, höhere Gehälter zu erkämpfen, stehen daher gut.

Nun hat der Fast-Food-Gigant auf den öffentlichen Druck reagiert und zumindest für die USA eine Gehaltserhöhung beschlossen. Ab der zweiten Jahreshälfte werde das Einstiegsgehalt einen Dollar über dem Mindestlohn liegen, der in den USA von Bundesstaat zu Bundesstaat unterschiedlich ist, aber grundsätzlich über 7,25 Dollar (etwa 6,70Euro) liegen muss.

Anzeige

Nur wenige Mitarbeiter profitieren

Der durchschnittliche Stundenlohn soll somit bis Ende 2016 von neun auf zehn Dollar steigen. Außerdem hat der Konzern beschlossen, dass die Angestellten in Zukunft unter bestimmten Bedingungen bezahlte Auszeiten ermöglicht werden. Bezahlter Urlaub ist in den USA nicht gesetzlich vorgeschrieben.

Kritiker weisen darauf hin, dass von der Entscheidung jedoch nur die Mitarbeiter profitieren, die in den konzerneigenen Schnellrestaurants arbeiten, 90 Prozent der insgesamt mehr als 14.300 US-Filialen werden jedoch von Franchise-Partnern betrieben. Diese dürfen selbst entscheiden, wie sie ihr Team entlohnen.

In der Kundengunst ist die Fastfood-Kette zuletzt deutlich gesunken. Daher will das Schnellrestaurant seinen Service verbessern. In Deutschland sollen in Zukunft zumindest in wichtigsten Filialen zum Beispiel BigMac und Pommes demnächst am Tisch serviert werden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.