Unternehmen McDonald’s erlaubt Gentechnik im Hähnchenfleisch

Eine Filiale der Fastfood-Kette McDonald's

Eine Filiale der Fastfood-Kette McDonald's© Cherajeev [CC-BY-SA-3.0]/Wikimedia Creative Commons

Ist McDonald's gentechnikfreies Hühnerfleisch zu teuer? Die Fastfood-Kette erlaubt ihren Lieferanten, wegen steigender Kosten für konventionelles Tierfutter jetzt auch gentechnisch veränderte Produkte zu verwenden. Dabei würde der Verzicht darauf einen Burger gerade einmal um etwa einen Cent teurer machen, kritisiert Greenpeace.

Seit Anfang April erlaubt der Fastfood-Konzern McDonald’s seinen Hähnchenfleisch-Lieferanten den Einsatz von gentechnisch verändertem Futtermittel. Ein Sprecher von McDonald’s Deutschland bestätigte am Sonntag einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“. Der Kurswechsel des Konzerns stieß bei der Umweltorganisation Greenpeace auf scharfe Kritik.

McDonald’s in Europa hatte bisher von seinen Hähnchenlieferanten verlangt, dass diese nur gentechnisch unverändertes Futter verwenden. Nun aber hätten die internationalen und nationalen Lieferanten von Hähnchenfleisch mitgeteilt, „dass sie mit Beginn des zweiten Quartals dieses Jahres keine ausreichenden Mengen an nicht gentechnisch veränderten Futtermitteln zu wirtschaftlich vertretbaren Konditionen garantieren können“, erläuterte der Konzernsprecher.

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„Für McDonald’s zählt nur der Preis“, sagte Stephanie Töwe-Rimkeit von Greenpeace dem „Spiegel“ zufolge. Mit jedem Chickenburger bekomme der Kunde in Zukunft ein Menü, das den Einsatz von Gift und Gentechnik in der Landwirtschaft fördere. „Und das, obwohl eine Mehrheit der Verbraucher keine Gentechnik im Essen will.“ Nach Berechnungen von Greenpeace würde sich ein Chickenburger um weniger als einen Cent verteuern, wenn der Konzern weiterhin auf gentechnisch verändertes Futtermittel verzichten würde.

In 27 EU-Ländern ist bald Gentechnik im Hähnchenburger

McDonald’s dagegen betonte, durch die neue Praxis würden Qualität und Sicherheit des Essens nicht beeinträchtigt. Auch die Weltgesundheitsorganisation habe erst kürzlich festgestellt, dass gentechnisch verändertes Tierfutter keine Auswirkungen auf die Qualität oder Sicherheit von Fleisch, Milch oder Eiern habe, sagte der Konzernsprecher. Vor diesem Hintergrund habe McDonald’s Europe in 27 europäischen Märkten im zweiten Quartal die Beschränkung für Lieferanten aufgehoben, wonach diese ausschließlich nicht gentechnisch verändertes Hühnerfutter verwenden durften. Bezogen auf McDonald’s Deutschland gelte dies für alle Chicken-Produkte.

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