Unternehmen Ü20-Azubis: Deutschlands Nachwuchs startet älter in die Ausbildung

Immer mehr junge Leute starten erst mit Mitte 20 oder Ende 20 eine Ausbildung. Seit der Jahrtausendwende hat sich deren Zahl fast verdoppelt. Mit der Einführung des Mindestlohns werden sie teurer für Unternehmen.

Immer mehr junge Menschen beginnen erst mit Mitte oder Ende 20 eine Lehre. Die Zahl der Jugendlichen, die bereits im Alter zwischen 15 und 19 Jahren eine Berufsausbildung starten, ist dagegen in den vergangenen 13 Jahren stark gesunken. Das geht aus der Beschäftigtenstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor.

Absolvierten im Jahr 2000 noch mehr als 843.000 junge Männer und Frauen zwischen 15 und 19 Jahren eine Lehre, so waren es Mitte vergangenen Jahres nur noch knapp 525 000. Fast verdoppelt hat sich dagegen die Zahl der beruflichen Späteinsteiger in diesem Zeitraum: Mitte 2013 absolvierten nach Bundesagentur-Angaben knapp 113.000 Menschen zwischen 25 und 29 Jahren eine Lehre; im Jahr 2000 waren es nur knapp 54.000 gewesen.

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Das steigende Alter von Lehrlingen hatte zuletzt in der Debatte über Ausnahmen bei der geplanten Mindestlohnregelung eine Rolle gespielt. So forderten Arbeitgeber mit Blick auf das angeblich bei 19,8 Jahren liegende Durchschnittsalter der Ausbildungsanfänger eine Altersgrenze von mindestens 21 Jahren für das Wirksamwerden des Mindestlohnes von 8,50 Euro je Stunde. Der Vorschlag der schwarz-roten Bundesregierung sieht dagegen eine Zahlung schon ab 18 Jahren vor.

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