Unternehmen Meissen eröffnet erste große Filiale in China

Fertigung von Porzellangeschirr und -figuren bei der Staatlichen Porzellanmanufaktur Meissen.

Fertigung von Porzellangeschirr und -figuren bei der Staatlichen Porzellanmanufaktur Meissen.© picture alliance/Keystone

Die Porzellan-Manufaktur Meissen setzt beim Wandel zum Luxusunternehmen auf China. Am Montag eröffnete der erste Flagshipshop, ein zweiter ist bereits in Planung. Doch der Strukturwandel ist noch lange nicht abgeschlossen.

Die unter der Dachmarke Meissen Couture firmierende Staatliche Porzellan-Manufaktur Meissen hat am Freitag ihre erste große Filiale in China eröffnet. Auf einer Fläche von mehr als 480 Quadratmetern präsentiert der sogenannte Flagshipstore des über 300 Jahre alten sächsischen Traditionsunternehmens auf zwei Etagen eines Luxus-Einkaufszentrums in der Hauptstadt Peking seine in den vergangenen Jahren stark erweiterte Produktpalette. Neben Porzellan gehören dazu auch Mode, Schmuck, Heimtextilien und Möbel.

Meissen-Geschäftsführer Christian Kurtzke, der die Manufaktur zu einem internationalen Luxuskonzern umbaut, nannte die Präsenz auf dem chinesischen Markt existenziell für das Unternehmen. „Gelingt der Markteintritt nicht, so ist die Manufaktur in der heutigen Form definitiv nicht haltbar“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

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Die Vorzeigefiliale wird von einem chinesischen Lizenzpartner betrieben – einer Gesellschaft, die in der Vergangenheit bereits deutsche Luxusautos in China vertrieben hat. Die Investitionsrisiken lägen zu 100 Prozent bei den Partnern, hieß es.

„Mit dieser Strategie werden die Chancen für Meissen Couture maximiert und die Risiken minimiert“, meinte Kurtzke. Noch im zweiten Quartal dieses Jahres werde ein zweiter Shop in Shanghai eröffnet.

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