Unternehmen Mitfahrgelegenheit 2.0

Wer nicht lange auf Bus oder Bahn warten will, sucht per Smartphone nach einer Mitfahrgelegenheit. Das Start-Up Flinc bietet Car-Sharing für Fortgeschrittene - und treibt einen neuen Trend auf die Spitze.

Stellen Sie sich vor: Sie steigen in Ihr Auto und geben ihr Fahrtziel in das Navigationssystem ein. Sekunden später erscheint im Display die Nachricht: „Michael Müller möchte mitfahren.“ Automatisch errechnet der Computer die Summe, die Sie verdienen, wenn Sie Herrn Müller von A nach B mitnehmen. Sie können zustimmen oder ablehnen. Das Navi zeigt Ihnen an, wo genau auf ihrem Weg Müller zusteigt.

Wer umgekehrt gerade eine Mitfahrgelegenheit braucht, tippt das in sein Handy. Automatisch erscheint eine Auswahl an Autos, die auf der Route unterwegs sind – in Sekunden lässt sich so eine Mitfahrt organisieren.

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Dieses Zukunftsszenario soll schon im Sommer Wirklichkeit werden. Flinc heißt ein deutsches Start-Up, das auf Smartphone und mobile Ortungsdiensten setzt, um spontane Fahrgemeinschaften zusammen zu bringen. „80 Prozent aller gefahrenen Strecken gehen über kürzere Distanzen, und die fahren die meisten Leute ganz alleine“, sagt Benjamin Kirschner, einer der Gründer von Flinc. „Das ist teuer und schadet der Umwelt.“ Wer sein Auto teile, spare nicht nur Geld, er rettet auch ein wenig die Welt. Das passt gut in die Zeit.

Social Mobility Network statt Schwarzes Brett

Flinc sieht sich selbst als „Social Mobility Network“, ein soziales Netzwerk für Mobilität, das Fahrer und Mitfahrer zusammenbringt. „Wir sind besser als das Schwarze Brett für Fahrgemeinschaften in der Firma. Das ist nämlich meist ineffizient“, sagt Kirschner.

Seine Idee treibt auf die Spitze, was für Konsumforscher einer der wichtigsten Trends des neuen Jahrzehnts ist: das gemeinsame Nutzen von vorhandenen Ressourcen. Mitfahrzentralen gibt es zwar schon lange. Aber erst jetzt macht die Technologie es so einfach und effizient, dass sich aus der Nische ein Massenmarkt entwickeln könnte.

„Dafür wurde das Internet erfunden“, sagt die Trendforscherin Rachel Botsman. „Was in der virtuellen Welt bereits normal ist, erobert nun die Realität.“ Wir teilen miteinander. Nicht nur Musik und Fotos im Netz, sondern eben auch Autos im echten Leben. Per iPhone-App ist das künftig so einfach wie nie. Rund zehn Cent könnte eine Minute kosten, also deutlich weniger als ein Taxi. „Da wird sich ein eigener Markt entwickeln, das machen die Leute unter sich aus“, sagt Kirschner. Klassische Mitfahrzentralen bringen bereits eigene Apps auf den Markt, um mithalten zu können.

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