Deutsche Bank, Allianz oder BASF: Klangvolle Namen, die gerne als Aushängeschild der deutschen Wirtschaft dienen. Doch es sind vor allem die Deichmanns, Würths und Mieles im Großen und die Hubers oder Schmidts im Kleinen, die Betriebe aufbauen und im Hintergrund agieren. Gut jeder zweite Arbeitplatz wird in einem familienkontrollierten Unternehmen geschaffen. Die Firmen haben einen Anteil von 49 Prozent am volkswirtschaftlichen Gesamtumsatz, zeigt eine am Montag veröffentlichte Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung und des Instituts für Mittelstandsforschung.
Im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen haben die Forscher auch die 500 größten Familienunternehmen identifiziert und erstmals Firmen nach den Definitionen "familienkontrolliert", "eigentümergeführt" und "nominelle Familienunternehmen" gegliedert.
Anteil der Familienunternehmen nach Beschäftigtenklassen - zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken:
Unabhängig von der Definition sind Familienunternehmen überproportional in der kleinsten Unternehmensgrößenklasse mit weniger als 10 Beschäftigten vertreten. Sie sind überdurchschnittlich oft Einzelunternehmen und häufiger Personengesellschaften. Besonders hohe Anteile an Familienunternehmen weisen das Baugewerbe, das Gastgewerbe und der Handel auf.
Anteil der Familienunternehmen nach Rechtsformen - zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken:
Der Anteil der Familienunternehmen ist der Erhebung zufolge in den Stadtstaaten relativ gering und in den neuen Bundesländern relativ hoch.
Anteil der Familienunternehmen nach Wirtschaftszweigen - zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken:
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