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Factory Berlin So helfen Gründer Familienunternehmen bei der Digitalisierung

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Ein Business-Club für die digitale Zukunft: Die Factory in Berlin-Mitte. Hier feilen Gründer und Mittelständler gemeinsam an Digitalstrategien.

Ein Business-Club für die digitale Zukunft: Die Factory in Berlin-Mitte. Hier feilen Gründer und Mittelständler gemeinsam an Digitalstrategien.© Factory

Trumpf, Viessmann, Falke - die Factory Berlin lockt die Großen des Mittelstands. Der Grund: Internationale Start-ups helfen ihnen bei der Digitalisierung.

Udo Schloemer redet nicht lange um den heißen Brei herum. „Die meisten deutschen Unternehmen gehen die Digitalisierung immer noch viel zu zögerlich an“, sagt Schloemer. „Wenn das so weitergeht, sind in zehn Jahren 50 Prozent der Firmen nicht mehr da, weil sie von der Entwicklung überrollt wurden.“ Schloemer ist Gründer der Berliner Factory, einem Start-up-Center in Berlin-Mitte, das mehr sein will als ein hippes Großraumbüro für Gründer. Die Factory soll eine Plattform für die Digitalisierung des Mittelstands werden.

Drei Gründe sind es, die laut Schloemer die Digitalisierung hierzulande bislang ausbremsen:

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  • Vielen Mittelständlern gehe es immer noch sehr gut, so dass sie kaum Druck verspüren, sich auf die Zukunft vorzubereiten.
  • Der typische Unternehmer sei so sehr ins Tagesgeschäft eingebunden, dass kaum Zeit für strategische Weichenstellungen bleibt.
  • Das größte Problem sei aber der fehlende Zugang zu digitalen Innovationen. Hier setzt Schloemer mit seiner Factory an.

Auf den ersten Blick ist die Factory ein klassischer Co-Working-Space, wie es sie viele in Berlin, London oder Tel Aviv gibt. Selbständige und Start-ups können sich hier für kleines Geld auf 16.000 Quadratmetern Fläche Schreibtische reservieren,  in hipper Atmosphäre arbeiten und jeden Tag neue Kontakte knüpfen. Start-ups zahlen zum Beispiel nur 50 Euro pro Mitarbeiter und Monat, um dabei zu sein. Das kreative Umfeld schätzen auch Global Player wie Twitter, Uber und Soundcloud, die sich hier mit ihren internationalen Teams niedergelassen haben.

Was hier anders ist: Zwischen die Start-ups mischen sich auch immer mehr Mittelständler. Große Namen sind darunter, etwa der Maschinenbauer Trumpf, der Heizsysteme-Hersteller Viessmann oder auch der Sockenproduzent Falke. Sie suchen den Kontakt zu Tech-Firmen und Digital-Spezialisten, die sich eher selten nach Ditzingen (Trumpf), Allendorf an der Eder (Viessmann) oder Schmallenberg (Falke) verirren.

Individuelle Vermittlung von Digitalisierungshelfern

Die Factory soll ein Netzwerk sein, in dem Mittelständler jene Partner finden, die ihnen bei der digitalen Transformation helfen. Umgekehrt profitieren auch die Start-ups vom Zugang zu Industrieunternehmen, die sie für sie potenzielle Kunden oder sogar Käufer sein können. So soll auch ein neues Ökosystem entstehen, in dem Informationen zwischen digitalen und analogen Unternehmen hin- und her fließen.

Bis Ende 2016 will Schloemer die ersten 50 Mitgliedsunternehmen für seinen Mittelstandsclub gewinnen, ein Jahr später sollen es 250 sein. Große Unternehmen zahlen für die Membership eine Jahresgebühr von 120.000 Euro. Was sie für bekommen:

  • Zugang zu Dutzenden in der Factory arbeitenden Start-ups
  • Vermittlung von Partnern, die zum Mittelständler passen und bei der Digitalisierung helfen. Dafür greift die Factory auf ein Netzwerk mit tausenden Tech-Firmen zu. „Ich wette, dass wir für jeden Mittelständler, der bei uns Member wird, mindestens drei bis vier Start-ups in petto haben, die ihm auf dem Weg in die digitale Zukunft helfen“, sagt Schloemer.
  • Zugang zu fast wöchentlich stattfindenden Insider-Events, bei denen neue Entwicklungen und Trends frühzeitig analysiert werden

Schloemer und sein Team versprechen also, genau jene Unternehmen zusammenzubringen, die voneinander profitieren können. So wurde der Lebensmittelanbieter Gemüsering, der Tomaten, Möhren, Salat und mehr im großen Stil anbaut und vermarktet, mit einem Start-up zusammengebracht, das sich mit Vertical Farming befasst: einer neuen Form moderner Landwirtschaft in der Stadt.

„Um neues Wissen aufzubauen, sind gute Kontakte am wichtigsten“, sagt Schloemer, „dann klappt’s auch mit der Digitalisierung“.


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