Rolladen Müllers Warum ein Fensterbau-Unternehmen gerne auf eine Kundin verzichtet

Eine Kundin beschwert sich, weil ein Mitarbeiter eine andere Hautfarbe hat. Das kann das Fensterbau-Unternehmen nicht auf sich sitzen lassen und verzichtet lieber ganz auf die Kundin - öffentlichkeitswirksam bei Facebook.

„Unglaublich – und eben wirklich so passiert. Habe den Blutdruck immer noch auf 180!!!“ – mit diesen Worten beginnt der Facebook-Beitrag von „Rolladen Müllers“, eines Fensterbau-Unternehmens mit rund 90 Mitarbeitern. Ein Telefonat mit einer Kundin hatte Markus Müllers so sehr aufgeregt, dass er seinem Ärger auf Facebook Luft machen musste.

Was war passiert? Der Monteur Frank Mokotar sei für eine Reparatur bei Frau C. aus Schwalmtal gewesen, heißt es in dem Posting. Aufgrund einer Verletzung sei der Rolladenmonteur von einem Kollegen begleitet worden. Später am Tag sei der Beschwerdeanruf gekommen: Man könne doch nicht ungefragt „solche Fremden mitschicken“, habe sich die Kundin beschwert. Man könne ja nie wissen, „ob deren Sippschaft nicht danach die Wohnung ausräumt“.

Anzeige

Als Markus Müller dann noch erfuhr, dass sich die Kundin von seinem Mitarbeiter noch beim Verschieben ihrer Möbel hatte helfen lassen, wurde er richtig sauer, wie er impulse im Telefon-Interview erzählte: „Um den Schrank zu verrücken, war er gut genug.“

Mehr als 10.000 Mal geteilt

Den Vorfall wollte Müllers nicht unkommentiert stehen lassen: Er verfasste den Facebook-Post, der inzwischen schon mehr als 10.000 Mal geteilt wurde: „NEIN, wir müssen ihn nicht vorab ankündigen, weil seine Haut über mehr Pigmente verfügt als die unserer Exkundin“, schreibt er darin. Das Unternehmen aus Mönchengladbach-Wickrath werde „nie wieder Fremde zu ihr schicken“, indem sie „nie wieder irgendjemanden zu ihr schicken“, teilte er mit.

Wenn Frau C. Wert auf Kompetenz lege, sei Rolladen Müllers die richtige Firma, schrieb Müllers bei Facebook. Wünsche sie einen „Ariernachweis bis in die dritte Generation“, solle sie sich doch an eine andere Firma wenden.

Auf Facebook bekommt das Unternehmen viel Zuspruch. „Ein Arbeitgeber der 1000%ig hinter seinen Mitarbeitern steht. Respekt, weiter so!!!“, schreibt ein Facebook-User, „Schade, wir haben gerade neue Markisen bekommen, sonst wüsste ich wo ich die bestelle!“, ein anderer.

Auch sonst seien die Reaktionen zu 90 Prozent positiv, sagt Markus Müllers. Negative Nachrichten kämen vor allem per privater Nachricht: „Gerade eben habe ich ein Foto bekommen, auf dem mir jemand den Mittelfinger zeigt.“

 

impulse-Akademie: Strategie & Inspiration für Ihr Unternehmen
4 Kommentare
  • Janneke Bastmeijer 16. März 2016 09:32

    Nach dem letzten Wahlergebnis dachte ich schon, ich müsste bald auswandern. Jetzt habe ich wieder etwas Hoffnung für Deutschland!

  • Joe 29. Februar 2016 15:35

    Mensch Leute, habt ihr sowas wirklich nötig? Sie sind also mit aufgesprungen auf den Zug der Medien, die allen Deutschen einen genetisch bedingten Fremdenhass einreden wollen?

    Ihr solltet euch für diesen absolut an den Haaren herbeigezogenen, medienwirksamen Beitrag schämen. der hocvhstwahrscheinlich frei erfunden ist.

    Jedenfalls werde ich dafür impulse.de boykottieren.

    • Lucky Luke 1. März 2016 00:51

      Impulse.de kann bestimmt gut auf dich verzichten…

      • Joe 1. März 2016 22:49

        Da bin ich mir sicher. Der Multiplikatoreffekt dürfte bei der hier angesprochenen Klientel (noch klar denkende Menschen) aber weitaus höher liegen. Du gehörst offensichtlich nicht dazu^^

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.