Unternehmen Neues von der #Cebit: Roboter und intelligente Tischdecken

Skurril, unrealistisch oder einfach der Zeit voraus: Wir sind auf der Cebit und stellen Projekte vor, die uns auf dem Messerundgang begegnen. Dieses Mal: Roboter, die Kunst erklären, und Tischdecken, die wissen, wieviel man trinkt.

ICH, I-ROBOT

Firma: Engineered Arts Limited

Konzept: Wenn Ihnen ein Roboter Kunstwerke erklärt: Robothespian ist eine Entwicklung aus Großbritannien und wird in Museen und Universitäten eingesetzt. Die Roboter reagieren auf ihre Umwelt und geben Antworten zu vordefinierten Themengebieten, beispielweise zu Kunst. Zudem können Sie ihre Umgebung analysieren und registrieren, ob ihr Gegenüber männlich oder weiblich ist, jung oder alt ist. Universitäten nutzen die Produkte laut Hersteller als Basis für ihre eigene Forschung.

Vor-Ort-Check: Der Roboter reagiert auf Bewegung, spricht und gestikuliert äußerst flüssig mit den Armen. Leider spult er nur ein vorgefertigtes Programm ab und kann nicht auf individuelle Fragen reagieren. Die Personenerkennung erinnert etwas an Georg Orwell. Trotzdem: Robothespian und seine kleine Schwester (rechts ohne Korpus) sind auf jeden Fall ein Blickfang.

Website: www.robothespian.co.uk

 
TEXTILIEN, DIE MITDENKEN

Intelligente Stoffe: Eine Tischdecke, die Berührung misst

Intelligente Stoffe: Eine Tischdecke, die Berührung misst

Firma: Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz

Konzept: Was wäre, wenn Ihre Tischdecke Ihnen sagen würde, wieviel Sie getrunken haben? Bo Zhou und seine Kollegen vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz haben „mitdenkende“ Textilien entwickelt. Auf der Cebit präsentieren Sie beispielsweise eine Tischdecke, die auf Druck reagiert und unter anderem misst, wie voll ein darauf abgestelltes Wasserglas noch ist. „Die Tischdecke kann in Altersheimen eingesetzt werden, um zu sehen, ob die Bewohner ausreichend getrunken haben“, erklärt Zhou. An anderer Stelle könnten die Textilien auch als Arbeitskleidung in Unternehmen dienen, um bei falscher Sitzposition Alarm zu schlagen, dementsprechend Haltungsschäden vorzubeugen – und so Personalausfälle zu reduzieren.

Vor-Ort-Check: Die Folie wirkt wie eine handelsübliche Plastikdecke für Gartentische. Die Funktionalität ist allerdings verblüffend. Selbst leichter Druck wird registriert und auf einem Flatscreen ausgespielt. Eine Entwicklung mit Potenzial.

Website: www.simpleskin.org

 
OHNE HINDERNISSE ANS ZIEL

Mitentwickler Daniel Täder

Mitentwickler Daniel Träder

Firma: Hochschule Darmstadt

Konzept: Steigung in Prozent, Bordsteinhöhe in Millimeter und Stufenanzahl – was tun, wenn der Alltag voller Barrieren ist? Die Hochschule Darmstadt entwickelt derzeit eine App, mit der Menschen mit Behinderung leichter ihre Wege im Alltag meistern können. „Die App zeigt dem Benutzer drei Möglichkeiten“, erklärt Mitentwickler Daniel Träder. Den kürzesten Weg, einen Weg ohne Barrieren und einen Weg, den die Person je nach persönlicher körperlicher Verfassung meistern kann. Die App soll nach dem Prinzip der Schwarmintelligenz funktionieren. User geben zusätzlich zur klassischen Navigation Barrieren und barrierefreie Zonen an. Die Anwendung soll 2014 live gehen.

Vor-Ort-Check: Bislang exisitiert nur ein Prototyp der Anwendung für die Region Darmstadt. Der funktioniert schnell und anwenderfreundlich. Die jungen Entwickler wirken stark engagiert, das Konzept verdient auf jeden Fall große Beachtung.

Website: Noch in Arbeit

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