Stuhlhersteller Sedus Stoll AG bringt in den nächsten Monaten eine Neuheit auf den Markt: einen Bürostuhl mit Anwesenheitsmelder. Der stellt - sobald jemand darauf sitzt - die Schreibtischbeleuchtung an, dreht die Heizung hoch, setzt Klimaanlage und Lüftung in Betrieb.
"Unternehmen sparen mit solchen Maßnahmen bis zu 50 Prozent der Heiz- und Stromkosten ein", rechnet Sedus-Projektmanagerin Cornelia Scharnagl vor. Die Technik dahinter: Ein kleiner Sensor in der Sitzfläche betätigt per Funk die Schalter.
Wireless Communication heißt die Technologie, mit der Unternehmen künftig gute Geschäfte machen können - Funktechnik ersetzt Kabel. Damit verschaffen Firmen ihren Produkten völlig neue Eigenschaften: Die können untereinander ohne lange Leitungen Daten austauschen, sind flexibler einsetzbar und lassen sich einfacher steuern. Der Einstieg in die Funktechnologie ist leicht. Denn zahlreiche Firmen und Forscher suchen derzeit Partner für die Weiterentwicklung und Vermarktung innovativer Funklösungen.
Einen Funkschalter, der sogar ohne einen Energieanschluss auskommt, hat Markus Brehler entwickelt. "Damit können Handwerker Schalter und Sensoren in Gebäuden installieren, ohne Kabel zu verlegen", sagt der geschäftsführende Gesellschafter der Enocean GmbH in Oberhaching. Ein kleiner Magnet mit einer Spule erzeugt auf Knopfdruck den für den Funkkontakt notwendigen Strom.
Gut 100.000 Funkmodule hat Brehler bereits verkauft (Einzelstückpreis zirka 80 Euro). Dabei hat er erfahren, dass seine Technologie auch Firmen und Erfinder mit eigenen Anwendungsideen anzieht: "Mehr als 20 Unternehmen haben bereits mit unserer Technik neue Produkte kreiert", bilanziert Brehler. Dazu gehört auch der Präsenzmelder im Sedus-Bürostuhl.
Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 02/2006, Seite 50, nachlesen.
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