Unternehmen Plastikfolien-Streit: So protestiert das Netz gegen die Post

Zurück zum Absender: Unter dem Hashtag "#returntosender" werfen verärgerte Kunden die  unerwünschte Sendung zurück in Postkästen und posten die Fotos auf Instagram.

Zurück zum Absender: Unter dem Hashtag "#returntosender" werfen verärgerte Kunden die unerwünschte Sendung zurück in Postkästen und posten die Fotos auf Instagram.© kosmar / Instagram

Fast jeder kennt die Werbezeitschrift “Einkauf aktuell”. Samstags liegt sie eingehüllt in Folie bundesweit in den Briefkästen von etwa 20 Millionen Haushalten. Eine Online-Petition wehrt sich nun gegen die Plastikverpackung - und schlägt im Netz Wellen.

„Unnötige Umweltverschmutzung“, „ein Ärgernis“ und „ökologischer Unsinn“: Auf den Social-Media-Seiten von „Einkauf aktuell“ geht es in diesen Tagen lebhaft zu – nicht unbedingt zur Freude der Deutschen Post, die die kostenlose Wurfsendung vertreibt. Der Grund der plötzlichen Aufregung: Die Online-Petition von Fabian Lehner, die bereits rund 75.000 Unterstützer verzeichnet. Mit ihr will der 18-jährige Niederbayer die Plastikverpackung der Werbesendung stoppen.

„Schlimm genug, dass man sich nicht gegen die Werbung wehren kann. Aber dass das Heft in Plastik gehüllt wird, geht gar nicht“, sagt Lehner. Vor mehr als zwei Monaten steckte die umhüllte Werbung erstmals in seinem Briefkasten. „Einfach wegschmeißen geht nicht, die Tüte muss in den Gelben Sack und der Prospekt ins Altpapier“, findet er. Ob dahinter eine Methode steckt, damit der Kunde die Zeitschrift nach dem Enthüllen erst einmal in der Hand hat und auch liest, weiß der 18-Jährige nicht. „Es ist aber aus Umweltschutzgründen nicht zu akzeptieren, dass so viel Plastik verschwendet wird.“

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Die Deutsche Post kündigte unterdessen an, Alternativen für die Plastikverpackung prüfen zu wollen. „Wir nehmen die Petition sehr ernst – und auch die Zahl der Unterstützer“, sagte ein Sprecher der Deutschen Post am Montag gegenüber impulse.de. In der Vergangenheit seien bereits verschiedene Verpackungen getestet worden. Die derzeitige Variante sei bisher von allen die ökologisch verträglichste. „Die Folie ist mittlerweile sehr dünn geworden“, sagte der Sprecher. „Wir werden aber noch einmal prüfen, ob es noch eine ökologisch verträglichere Variante gibt.“ Aus Sicht der Werbekunden sei es aber auch wichtig, dass die Werbung sauber und trocken beim Empfänger eintrifft.

Die Netzgemeinde zumindest hat Fabian Lehner auf seiner Seite. Hier eine Übersicht ausgewählter Reaktionen:

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