Unternehmen Plakataktion Familienunternehmen: „Ein Handschlag – mehr braucht man nicht“

"Menschen in Familienunternehmen reden nie um den heißen Brei herum", sagt Alexander Maisch von ad.quarter aus Hamburg. Im Kurzinterview erfahren Sie, welche Plakate die Agentur beim Kreativwettbewerb "Familienunternehmen" eingereicht hat - und welches Konzept dahinter steckt.

Alexander Maisch (l.) und sein Team-Partner Tom Krause

Alexander Maisch (l.) und sein Team-Partner Tom Krause© Adquarter

 
Herr Maisch, „Return of Integrität“ – was steckt hinter dem Slogan?

Unserer Erfahrung nach reden die Menschen in Familienunternehmen nie um den heißen Brei herum. Da gibt es immer klare Ansagen. Man versteckt sich dort auch nicht hinter so komischen Wortphrasen, die es ja manchmal in Konzernen gibt, wo mit Anglizismen um sich geworfen wird, bis keiner mehr weiß, um was es eigentlich geht.

Dadurch kamen wir auf diese Begriffe, die da draußen rumschwirren, wie „Return of Investment“. Aber was heißt denn das wirklich? Der Wert der Familien, wie wir ihn erleben, ist die Integrität. Also haben wir Investment durch Integrität ersetzt.

Wie erleben Sie den Mittelstand?

Das sind zum großen Teil ganz ganz bodenständige Menschen, die aus dem Hintergrund agieren. Da gilt das gesprochene Wort, weil ich diesen Leuten vertrauen kann. Ein Handschlag – mehr braucht man nicht.


Die Plakate von ad.quarter


Nochmal zum Plakat…

Wir wollten den Entwurf so einfach wie möglich halten – also plakativ. Und ein Plakat bedeutet, dass ich auch mit 60 km/h aus dem Auto heraus noch eine Chance habe, es zu erkennen. Auf der anderen Seite ist die Machart auch günstig. Wir verwenden eine schöne Typolösung und verzichten auf teure Shootings oder eingekaufte Bilder. Mittelständler, so wie wir sie kennen, sind für so etwas dankbar. Da steht die Idee im Vordergrund – und nicht der Weg dorthin. Es geht mehr um die Aussage, als in Schönheit zu sterben.

Und ihr Team?

Uns gibt es seit 18 Jahren. So lange ist beispielsweise auch schon unsere ältester Kunde bei uns – eine traditionsreiche, familiengeführte Brauerei. Bei uns ist alles sehr familiär. Hier kommen auch die Kinder mittags zum Essen oder zum Hausaufgaben machen. Wir sind insgesamt zehn Leute. Aber wir haben auch die Möglichkeit, innerhalb von Stunden den Laden zu verdoppeln, weil wir ein wirklich großes Netzwerk haben.

Wo würden Sie Ihr Plakat gerne sehen?

Ich würde es gerne dort sehen, wo sich die meisten Mittelständler treffen – beispielsweise auf Messen oder Handelskammern. Mir ist nur wichtig, dass Familienunternehmer das lesen und sich denken: „Genau so ist es! Da hat es einer verstanden. Danke.“

 

Sie sind innovativ, bilden aus und prägen ihre Region: Familienunternehmen. Doch in der öffentlichen Wahrnehmung spielen sie bislang nur eine untergeordnete Rolle, auch als attraktive Arbeitgeber stehen sie nur selten im Mittelpunkt.

Das Hamburger Institut für Familienunternehmen, impulse und die Beratung Francis Drake Agenturnavigator wollen mit einem Kreativwettbewerb den Fokus neu justieren. 27 Agenturen haben Plakatvorschläge eingereicht. Eine Jury aus Wissenschaft und Praxis entscheidet über die besten Motive, die in impulse abgedruckt werden.

Auch Ihre Meinung ist gefragt: impulse lobt zusätzlich einen Publikumspreis aus. Auf der Website stellen wir jeden Tag ein Plakat vor. Ab dem 20. Oktober können Sie dann hier für Ihren Favoriten stimmen.

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