Unternehmen Plakatwettbewerb Familienunternehmen: „Unser Business, unser Baby“

"Wir möchten, dass Familienunternehmen in der Öffentlichkeit verstärkt positiv wahrgenommen werden und ihre Vorzüge wieder ins Bewusstsein gerückt werden", sagt Sebastian Strubel von Leo Burnett. Im Kurzinterview erfahren Sie, welches Plakat die Agentur beim Kreativwettbewerb "Familienunternehmen" eingereicht hat - und welches Konzept dahinter steckt.

Das Team der Agentur Leo Burnett.

Das Team der Agentur Leo Burnett. © Leo Burnett© Unternehmen

Herr Strubel, Ihr Slogan lautet „Unser Business, unser Baby“. Was steckt dahinter?

„Unser Business, unser Baby“ ist für uns die Essenz dessen, was Familienunternehmen von anderen Gewerbetreibenden differenziert: In Familienunternehmen liebt man seine Produkte und Dienstleistungen wie sein eigenes Kind. Diese Leidenschaft dramatisieren wir mit unserer Kampagne.

Was möchten Sie mit Ihrem Plakat verändern?
Wir möchten, dass Familienunternehmen in der Öffentlichkeit verstärkt positiv wahrgenommen werden und ihre Vorzüge wieder ins Bewusstsein gerückt werden. Es gibt ja eine Menge Klischees und Vorbehalte. Und natürlich wäre es schön, wenn wir mit unserer Kampagne auch ein bisschen Stolz auf Seiten der Familienunternehmer entfachen könnten.

Was macht für Sie den Mittelstand aus?

In den letzten Jahren hat man den Mittelstand und seine Bedeutung für die Wirtschaft wieder verstärkt wahrgenommen. Dennoch lässt sich das Profil sicher noch weiter schärfen. Für viele ist es noch ein etwas diffuser Oberbegriff für „etwas Gutes“. Grundsätzlich stehen mittelständische Unternehmen aber für viele Tugenden, für die die deutsche Wirtschaft insbesondere international hohes Ansehen genießt – wie etwa hohe Qualitätsstandards, Produktivität, Vertrauen, Nachhaltigkeit.


Die Plakate von Leo Burnett:


Woran liegt es aus Ihrer Sicht, dass Familienunternehmen so wenig präsent sind in der Öffentlichkeit?

Viele Familienunternehmen sind ja in der Öffentlichkeit präsent – nur ohne dass die meisten Menschen wissen, dass es sich um solche handelt. Entweder weil man es auf Grund der wirtschaftlichen Durchschlagskraft nicht vermuten würde oder weil sich die Unternehmerfamilie bewusst im Hintergrund hält. Und wenn ein bestimmter Familienname oder eine Persönlichkeit einmal in den Fokus der Öffentlichkeit rückt, dann bleibt dieser den Menschen leider oft nur in negativem Zusammenhang in Erinnerung. Aber im Grunde passt diese öffentliche Zurückhaltung doch auch zum Selbstverständnis von vielen Familienunternehmern: Es wird weniger Aufhebens um die eigene Person gemacht sondern sich mit Leidenschaft auf das Business fokussiert.

Wo würden Sie Ihr Plakat am liebsten sehen?

An Orten, an denen die Plakate mit ihrer Botschaft die richtigen Menschen erreichen. Zum Beispiel junge, talentierte Nachwuchskräfte, die erkennen, dass Familienunternehmen ganz viel von dem zu bieten haben, was sie sich von einem idealen Arbeitgeber wünschen. Oder potentielle Geldgeber, die nach langfristigen und renditestarken Investitionsmöglichkeiten suchen und bei Familienunternehmen fündig werden können. Und nicht zuletzt Geschäftspartner, die die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den direkten Entscheidern zu schätzen wissen. Wo immer man diese Menschen antrifft, würden wir unsere Plakate gerne sehen – denn dort sind sie relevant.

Ein paar Worte zu Ihrer Agentur…

Leo Burnett gibt es seit 1969 in Deutschland. Die Agentur hat ihre Standorte in Frankfurt und Berlin. Über 200 Mitarbeiter sind in den Bereichen klassische Kommunikation, Digital, Design und Shopper Marketing für Kunden wie Fiat, Philip Morris, Kaviar Gauche, Procter & Gamble, Goodyear und Samsung tätig.

Sie sind innovativ, bilden aus und prägen ihre Region: Familienunternehmen. Doch in der öffentlichen Wahrnehmung spielen sie bislang nur eine untergeordnete Rolle, auch als attraktive Arbeitgeber stehen sie nur selten im Mittelpunkt.

Das Hamburger Institut für Familienunternehmen, impulse und die Beratung Francis Drake Agenturnavigator wollen mit einem Kreativwettbewerb den Fokus neu justieren. 27 Agenturen haben Plakatvorschläge eingereicht. Eine Jury aus Wissenschaft und Praxis entscheidet über die besten Motive, die in impulse abgedruckt werden.

Auch Ihre Meinung ist gefragt: impulse lobt zusätzlich einen Publikumspreis aus. Auf der Website stellen wir jeden Tag ein Plakat vor. Ab dem 20. Oktober können Sie dann hier für Ihren Favoriten stimmen.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.