Unternehmen Rabattportal Groupon verliert weiterhin Geld

Das Groupon-Logo in der Fimenzentrale in Chicago, USA

Das Groupon-Logo in der Fimenzentrale in Chicago, USA© Groupon

Das Schnäppchen-Portal Groupon kann den Kreislauf nicht durchbrechen: Der Umsatz steigt zwar deutlich, aber auch die Kosten - und damit der Verlust. Der Umbau, der die Zukunft des einstigen Überfliegers sichern soll, zieht sich in die Länge.

Groupon hängt mit seinen Schnäppchen in den roten Zahlen fest. Das Rabattportal verlor im ersten Quartal rund 38 Millionen Dollar (27 Mio Euro). Im Vorjahreszeitraum hatte das Minus bei 4 Millionen Dollar gelegen.

„Wir hatten ein Rekordquartal in Sachen Nachfrage“, erklärte Firmenchef Eric Lefkofsky am Dienstag am Sitz in Chicago. Der Umsatz schnellte in der Folge um 26 Prozent auf 758 Millionen Dollar hoch. Gleichzeitig stiegen aber die Kosten unter anderen fürs Marketing an.

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Bei Groupon können Kunden Rabattgutscheine von Dienstleistern, Restaurants oder Händlern kaufen. Die Zahl aktiver Kunden, die in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal bei Groupon zuschlugen, stieg um ein Viertel auf knapp 52 Millionen.

Wie die neue Strategie aussieht

Groupon war anfangs rasant gewachsen, verrannte sich aber bei der internationalen Expansion. Der langjährige Verwaltungsratschef Lefkofsky löste Anfang 2013 an der Firmenspitze den Gründer Andrew Mason ab und versucht seitdem die Sanierung.

Groupon war mit Angeboten in E-Mail-Newslettern groß geworden, die neue Strategie ist eine Datenbank mit jederzeit abrufbaren Deals. Dieser Umbau zieht sich aber noch hin. Um das Geschäft zu erweitern, kaufte Groupon die Mode-Website Ideeli und das Portal Ticketmonster, das Karten für Konzerte und andere Events vertreibt. Außerdem verkauft Groupon inzwischen in den USA auch selber Waren mit Rabatt. Gut die Hälfte der Geschäfte wurde auf mobilen Geräten abgeschlossen.

Lefkofsky betont stets, Groupon sollte als junges Unternehmen nicht am Reingewinn gemessen werden. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stellte die Firma für dieses Jahr mehr als 300 Millionen Dollar in Aussicht. Im vergangenen Jahr waren es auf dieser Basis 287 Millionen Dollar gewesen.

Die Börsianer waren von den Zahlen nicht begeistert: Die Aktie fiel nachbörslich um 6 Prozent auf gut 6 Dollar. Beim Börsengang im November 2011 hatte das Papier 20 Dollar gekostet.

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