Unternehmen Robuster Arbeitsmarkt: Zahl der Erwerbstätigen steigt

Nachts im Büro: In Deutschland ist die Zahl der Erwerbstätigen auf 42,9 Millionen Menschen gestiegen.

Nachts im Büro: In Deutschland ist die Zahl der Erwerbstätigen auf 42,9 Millionen Menschen gestiegen.© william87/Fotolia

Trotz Konjunkturflaute steigt die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland an: Im Sommer verzeichneten die Statistiker einen überdurchschnittlichen Zuwachs - und das vor allem in einer Branche.

Im Sommer ist die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland weiter gewachsen. 42,9 Millionen Menschen hatten im dritten Quartal dieses Jahres ihren Arbeitsort in Deutschland, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Das waren 0,9 Prozent mehr als vor einem Jahr und auch 0,7 Prozent mehr als im Vorquartal. Dabei nahm die Zahl der Arbeitnehmer um 1,1 Prozent auf 38,44 Millionen zu, während die der Selbstständigen und ihrer mithelfenden Angehörigen um 1,0 Prozent auf 4,43 Millionen zurückging.

Die zu dieser Jahreszeit übliche Belebung des Arbeitsmarktes fiel zudem stärker aus. Bereinigt um die üblichen saisonalen Schwankungen blieb immer noch ein Zuwachs von 81.000 zusätzlichen Erwerbstätigen.

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Dienstleistungsbereich als Jobmotor

Zusätzliche Jobs gab es vor allem in den Dienstleistungsbereichen. Allein bei Handel, Verkehr und Gastgewerbe fanden 111.000 Menschen zusätzliche Beschäftigungen. Überdurchschnittlich um 1,8 Prozent stieg auch die Zahl der Beschäftigten in Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei.

Mit fast 350 Stunden im Schnitt arbeiteten die Erwerbstätigen in dem Quartal wieder etwas länger als vor einem Jahr (0,1 Prozent) und leisteten mehr Überstunden. Zudem wurden mehr Guthaben auf Zeitkonten angesammelt, wie das Bundesamt berichtete. Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen stieg damit auf fast 15 Milliarden Stunden – so viel wie seit Sommer 1992 nicht mehr in einem Quartal.

1 Kommentar
  • Andreas Schilling 18. November 2014 12:37

    In dem selben Masse wie die Zahl der Festangestellten steigt, sinkt leider auch die Zahl der Gründer/Innen. Die bringen kein Geld in die Sozialkassen und kosten dem Staat Geld. Ein Grund, warum es in Deutschland so schlecht für GründerInnen läuft (vgl. http://www.businessplan-experte.de)

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