Unternehmen RWI erhöht Prognose für das Wirtschaftswachstum

Produktion in Deutschland

Produktion in Deutschland© industrieblick / Fotolia

Das Essener RWI ist optimistischer für das Wirtschaftswachstum in Deutschland als noch im Frühjahr. Für 2014 rechnen die Forscher mit einem Wachstum von 2,0 Prozent, für 2015 sieht es demnach sogar noch besser aus.

Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) hat seine Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland erhöht. Für das laufende Jahr werde nun mit einem Plus von 2,0 Prozent gerechnet, für 2015 sogar mit einem Zuwachs um 2,2 Prozent, teilte das Institut am Mittwoch in Essen mit. Noch im März waren die Wirtschaftsforscher von Zuwächsen um 1,9 beziehungsweise 2,1 Prozent ausgegangen. Der Aufschwung in Deutschland werde in diesem Jahr weiter wesentlich von der Binnennachfrage getragen, hieß es. Erst 2015 sei wieder mit einer kräftigen Ausweitung der Exporte zu rechnen.

Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) bestätigte am Mittwoch seine Prognose für Deutschland von 2,0 Prozent Wachstum in diesem Jahr. Angetrieben von der Nachfrage im Inland, bauten die Unternehmen derzeit ihre Lager deutlich aus und investierten verstärkt in Ausrüstungen, heißt es in einer Analyse des Instituts. Aus dem Ausland kämen hingegen nur geringe Impulse. Im Laufe des Sommers sollte die Weltwirtschaft aber etwas stärker expandieren. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hatte in dieser Woche eine pessimistischere Prognose vorgelegt und für 2014 ein Plus von 1,8 Prozent und für 2015 von 2,0 Prozent vorhergesagt.

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Trotz eines schwächeren Frühjahrsaufschwungs rechnen die RWI-Forscher im laufenden Jahr mit einer positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Bei einer für dieses und das kommende Jahr erwarteten Arbeitslosenquote von 6,7 Prozent werde sich der Abbau der Arbeitslosigkeit im Verlauf dieses Jahres jedoch wieder verlangsamen, hieß es. Durch die im kommenden Jahr geplante Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns werde es dann 2015 zu einem Abbau von Arbeitsplätzen bei geringfügig Beschäftigten kommen.

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