Unternehmen Schuhhändler Görtz sieht Einstieg von Konkurrent Reno eher skeptisch

Eine Görtz-Filiale in Hannover.

Eine Görtz-Filiale in Hannover.© Görtz

Wie viele andere Unternehmen in der Schuhbranche kämpft Görtz mit rückläufigen Umsätzen - und sucht deshalb nach Investoren. Wie impulse in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, gilt ein Einstieg von Konkurrent Reno jedoch nicht als Königsweg für das Traditionshaus.

Das Hamburger Traditionsunternehmen Görtz braucht frisches Geld. Deswegen verhandeln die Eigentümer der Schuhhandelskette, die drei Brüder Ludwig, Friedrich und Thomas Görtz, derzeit mit mehreren Investoren über eine Beteiligung an dem Familienunternehmen.

Die Offerte des Osnabrücker Konkurrenten Reno, mit 75,1 Prozent die Mehrheit des Unternehmens zu übernehmen, gilt unter den Eigentümern jedoch nicht als Königsweg, wie das Wirtschaftsmagazin impulse in seiner neuesten Ausgabe (Heft 4/2014, ab Donnerstag am Kiosk) berichtet. Das passe nicht so recht, hieß es aus dem Familienkreis.

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Görtz leidet unter zunehmender Online-Konkurrenz

Reno gehört zur Osnabrücker HR Group und ist mit einem Jahresumsatz von 650 Millionen Euro die Nummer zwei in Deutschland, hinter Branchenführer Deichmann aus Essen. Parallel würden deshalb Gespräche mit Investoren geführt, die mit einer Minderheitsbeteiligung von unter 50 Prozent per Kapitalerhöhung einsteigen würden, erfuhr impulse aus Kreisen der Familie.

Wie viele andere Unternehmen in der Schuhbranche kämpft Görtz mit rückläufigen Umsätzen und der weiter zunehmenden Online-Konkurrenz durch mächtige Branchenneueinsteiger wie Zalando. Zwar kehrte der 1875 gegründete Schuhhändler mit 3400 Mitarbeitern und einem Umsatz von 365 Millionen Euro nach einer Sanierung wieder in die Gewinnzone zurück. Doch noch immer leidet Görtz unter den Folgen einer teuren Auslandsexpansion. Inzwischen wurden viele Standorte in Ländern wie Polen und der Schweiz wieder geschlossen.

 
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