Unternehmen Tesla bringt Batterien für Firmen und Privathaushalte nach Deutschland

Der US-Konzern Tesla bringt Batterien auf den Markt, die Verbraucher unabhängiger von großen Stromkonzernen machen sollen. Auch Unternehmer sollen die Stromspeicher nutzen können.

Der amerikanische Elektroauto-Hersteller Tesla nimmt sich einen neuen Markt vor: Nach der Autobranche will der Pionier die Energiebranche aufmischen. Tesla-Chef Elon Musk präsentierte dazu vergangene Woche einen Akku für Haushalte und mittelständische Unternehmen, die selbst erzeugten Solarstrom nutzen wollen.

Die Batterien will Tesla künftig an private Haushalte und Unternehmen verkaufen. Langfristiges Ziel ist es, Stromkunden in aller Welt weitgehend unabhängig von ihren Energieversorgern zu machen. Unter den ersten Test-Kunden auf Unternehmensseite sind der Online-Händler Amazon, der ein Netz aus riesigen Rechenzentren betreibt, sowie der US-Einzelhändler Target. Für Privathaushalte sollen die Batterien ab dem Sommer für 3000 Dollar erhältlich sein, kündigte Musk an.

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Tesla baut in Kalifornien gerade eine fünf Milliarden Dollar teure Batteriefabrik. Sie soll zum Jahr 2020 eine halbe Million Batteriepakete pro Jahr produzieren können. Nach dem Verkaufsstart in den USA sollen die Batterien auch international verkauft werden.

Tesla kooperiert mit Stromanbieter Lichtblick

In Deutschland wird Tesla mit dem Hamburger Ökostrom-Anbieter Lichtblick zusammenarbeiten. Lichtblick will die Tesla-Batterien miteinander vernetzen und zentral steuern. Zusammen sollen sie ein virtuelles Kraftwerk ergeben, überschüssigen Wind- und Sonnenstrom zwischenspeichern und bei Bedarf zurück ins Netz speisen. Verbraucher, die ihre Batterien in den Schwarm integrieren, werden von LichtBlick an den Energiemarkt-Erlösen beteiligt.

Tesla und Lichtblick kooperieren zunächst nur in Deutschland. Mittelfristig wolle man aber auch in anderen EU-Ländern, den USA, Australien und Neuseeland zusammenarbeiten.

Bildergalerie: Die Edel-Elektroflitzer von Tesla

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