Unternehmen Ukraine-Krise dämpft Verbraucherstimmung

Die TV-Abteilung eines Kaufhauses

Die TV-Abteilung eines Kaufhauses© Yuri Arcurs - Fotolia.com

Ein anziehender Arbeitsmarkt, passable Tarifabschlüsse und niedrige Inflation: Die Rahmenbedingungen für den privaten Verbrauch sind eigentlich gut. Dennoch stagniert der Konsumklimaindex - so mancher Verbraucher ist wegen der Ukraine-Krise beunruhigt.

Die Ukraine-Krise beginnt die Verbraucher in Deutschland zu verunsichern. Bei der Konsumstimmung zeigten sich erste Auswirkungen, teilte das Marktforschungsunternehmen GfK am Dienstag in Nürnberg mit.

So verharre der Konsumklimaindex für Mai bei 8,5 Punkten – was nichtsdestotrotz der höchste Wert seit gut sechs Jahren ist. Die einzelnen Indikatoren entwickelten sich zuletzt unterschiedlich: Während die Einkommenserwartungen im April auf einen Rekordwert kletterten, schätzten die Befragten die Entwicklung der Konjunktur und ihre eigene Anschaffungsneigung weniger positiv ein als im Vormonat.

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Damit ist der seit Mitte 2013 anhaltende Aufwärtstrend beim Konjunkturindikator zum Stillstand gekommen – der Wert tritt seit Februar auf der Stelle. „Offenbar zeigen die Ereignisse in der Ukraine erste Wirkungen“, erläuterte die GfK den April-Wert. „Die Annexion der Krim durch Russland sowie die Eskalation in der Ostukraine lassen einen Teil der Konsumenten befürchten, dass die spürbare konjunkturelle Erholung beeinträchtigt werden könnte.“

Ukraine-Krise dämpft die Kauflaune

Die sehr guten Rahmenbedingungen im Inland – wie ein stabiler Arbeitsmarkt und moderate Inflation – würden dadurch etwas überlagert, analysierten die Konsumforscher. Dies wirke sich auch auf die Anschaffungsneigung aus: Der Indikator gab im April die deutlichen Zugewinne aus dem Vormonat wieder ab. Im Gegenzug stieg die Sparneigung auf weiterhin sehr niedrigem Niveau an.

Ausgesprochen optimistisch sind die Deutschen der repräsentativen Studie zufolge bei der Einkommenserwartung. Sie erreichte den höchsten Wert seit der Wiedervereinigung. Die Beschäftigten gingen davon aus, dass es in diesem Jahr zu deutlichen Lohnsteigerungen komme, erläuterte die GfK. Auch die niedrige Inflation sorge für mehr Geld im Portemonnaie.

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