Unternehmen Umfrage: Hälfte der Mittelständler erwartet Aufschwung 2015

Ein Mitarbeiter des Türgriffe-Herstellers Hoppe in Crottendorf (Erzgebirge): Mehr als die Hälfte der kleinen und mittelständischen Unternehmen stuft laut einer aktuellen Umfrage ihre gegenwärtige Geschäftslage als gut oder sehr gut ein.

Ein Mitarbeiter des Türgriffe-Herstellers Hoppe in Crottendorf (Erzgebirge): Mehr als die Hälfte der kleinen und mittelständischen Unternehmen stuft laut einer aktuellen Umfrage ihre gegenwärtige Geschäftslage als gut oder sehr gut ein.

Unter kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland wächst der Optimismus. Für das kommende Jahr 2015 sind die Erwartungen laut einer Umfrage des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft gestiegen.

Die deutschen Mittelständler klagen über Gegenwind aus der Politik, erwarten aber dennoch ein gutes Jahr 2015. Fast die Hälfte (49 Prozent) von 2400 bundesweit befragten Unternehmern rechnen mit einem wirtschaftlichen Aufschwung in den kommenden 12 Monaten, wie der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) am Dienstag mitteilte. Vor einem Jahr waren es lediglich 42 Prozent.

Auch sonst zeichnet die Umfrage ein positives Bild: 58 Prozent der Unternehmen stuften ihre gegenwärtige Geschäftslage als gut oder sehr gut ein, 34 Prozent als befriedigend und 8 Prozent als schlecht oder sehr schlecht. Für die kommenden 12 Monate erwarten 49 Prozent gleichbleibende Geschäfte, 37 Prozent eine günstigere Geschäftslage und 14 eine ungünstigere.

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Verbandspräsident Mario Ohoven sagte, die kleinen und mittelgroßen Betriebe seien optimistisch „nicht wegen, sondern trotz der Politik der Bundesregierung“. Größte Sorgen seien die Energiekosten und die Steuerlast. „Wir plädieren daher für eine Senkung der Stromsteuer, die Steuerfreistellung aller im Betrieb verbleibenden Gewinne, die Abschaffung der Erbschaftsteuer sowie den Abbau der Kalten Progression jetzt und nicht aus wahltaktischen Gründen erst 2017“, forderte Ohoven. Auch der Fachkräftemangel bereitet einem Großteil der Unternehmen weiterhin Sorgen. Der Mindestlohn werde die Personalnot noch verschärfen, warnte Ohoven.

Auch eine knappe Mehrheit der Familienunternehmer in Deutschland blickt positiv ins neue Jahr. In einer Umfrage unter 853 Mitgliedsunternehmern der Verbände „Die Familienunternehmer“ und „Die Jungen Unternehmer“ rechnen 57 Prozent mit einem wachsenden operativen Geschäft. Die größten Sorgen bereitet den Befragten die Rente mit 63 sowie der Mindestlohn.

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