Unternehmen Welche Brauereien vom WM-Boom profitiert haben

Das Landgericht Ravensburg urteilt über die Bezeichnung "bekömmlich" eines Bierbrauers.

Das Landgericht Ravensburg urteilt über die Bezeichnung "bekömmlich" eines Bierbrauers.© Igor Klimov - Fotolia.com

Die Fußball-WM hat den Bierdurst der Deutschen verstärkt: Im Juni stieg der Absatz zwischen Kiel und Konstanz an. Profitiert haben davon weniger die großen Braukonzerne.

Den Deutschen schmeckt das Bier wieder besser. Nach Informationen des Fachmagazins „Inside-Getränke“ kurbelten das gute Wetter und die Fußball-Weltmeisterschaft im Juni zwar den Absatz an, doch nicht alle Brauereien konnten davon profitieren. Die genauen Halbjahreszahlen will das Statistische Bundesamt am Donnerstag veröffentlichen.

Laut der regelmäßig erstellten Hitliste der Fachzeitschrift haben im ersten Halbjahr bekannte Marken wie Warsteiner (-8,4 Prozent), Radeberger (-6,0), König (-6,0) und das offizielle WM-Bier Hasseröder vom Fifa-Sponsor AB Inbev (-6,0) deutlich weniger Bier in den Markt bringen können als vor einem Jahr. Die absatzstärkste Marke blieb weiterhin Oettinger mit leichten Zuwächsen vor den ebenfalls leicht wachsenden Krombacher und Bitburger. Die großen Gewinner kamen wie im Fußball aus dem Bundesland Bayern. Die Münchner Brauereien Paulaner und Augustiner verzeichneten Zuwächse von annähernd 10 Prozent.

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Bayern dürfte damit Nordrhein-Westfalen als größten deutschen Bierproduzent abgelöst haben. Nach den bislang vorliegenden Steuerstatistiken haben die bayerischen Brauereien in den ersten fünf Monaten des Jahres 9,01 Millionen Hektoliter (+4,0 Prozent) ausgestoßen und damit die Brauer aus NRW hinter sich gelassen. Deren Ausstoßmenge reduzierte sich um
4,3 Prozent auf 8,97 Millionen Hektoliter.

Die Gesamtbiermenge inklusive der Mischgetränke war bis Ende Mai um 2,2 Prozent auf 38,2 Millionen Hektoliter angestiegen.

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