Unternehmen WMF schließt Großteil seiner Logistikzentren

Besteck von WMF

Besteck von WMF© WMF

WMF-Chef Peter Feld verordnet dem Küchenzubehör-Hersteller eine Schlankheitskur. Fast 400 Stellen sollen gestrichen werden. Jetzt plant das Unternehmen einen weiteren radikalen Schritt.

Der Küchenzubehör-Hersteller WMF schließt einen Großteil seiner Logistikzentren. Die bisher 33 Zentren würden bis Ende 2015 an zwei Standorten zusammengefasst, sagte ein Sprecher der Firma in Geislingen am Montag. Das erst 2012 eröffnete Logistikzentrum in Dornstadt bei Ulm soll ausgebaut werden, außerdem werde es einen zweiten Standort im Rhein-Ruhr-Gebiet geben, das von einem Logistikpartner bewirtschaftet werden soll. Bislang hatte WMF 13 eigene Standorte, 20 Zentren sind fremdbewirtschaftet.

Wieviele Stellen dem Umbau zum Opfer fallen, werde nun mit dem Betriebsrat ausgehandelt, sagte ein Sprecher. WMF beschäftigt in der Logistik insgesamt etwa 470 Mitarbeiter.

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Der erste Bevollmächtigte der IG Metall in Geislingen, Bernd Rattay, rechnet damit, dass 170 Arbeitsplätze am Standort Geislingen wegfallen. Insgesamt hält Rattey das Risiko, dass 300 bis 350 Stellen in der Logistik gestrichen werden, „für realistisch“. „Wenn man das zusammenzählt, ist das der größte Arbeitsplatzabbau in der 160-jährigen Geschichte von WMF“, sagte er. Das Unternehmen hatte zuletzt rund 6100 Mitarbeiter.

Finanzinvestor KKR ist Mehrheitsaktionär bei WMF

Der neue WMF-Chef Peter Feld hatte erst im April den Abbau von 390 Stellen angekündigt, 50 Ladengeschäfte sollen schließen. Der Beiersdorf-Manager hatte im August 2013 nach dem Einstieg des Finanzinvestors KKR die Führung bei WMF übernommen. KKR besitzt seit 2012 die Aktienmehrheit am Küchenzubehör-Hersteller.

WMF will mit Hilfe des Umbaus 30 Millionen Euro jährlich sparen, die Personalkosten sollen um zehn Prozent sinken. Die Einsparungen durch die Zusammenlegung der Logistik kämen noch oben drauf, sagte der Sprecher. WMF hatte im vergangenen Jahr unter einem Gewinneinbruch gelitten. Am Donnerstag legt das Unternehmen Zahlen für das erste Quartal vor.

1 Kommentar
  • Franz Piekenbrock 12. Mai 2014 19:46

    Hoffentlich ist das nicht der Anfang vom Ende ! Was ist mit den WMF Filialen,z.B. in Münster ?

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