Meister-Bafög Mehr Geld für die Weiterbildung

Die Weiterbildung von Handwerkern und Fachkräften soll mit der Reform des Meister-Bafög ab August  stärker gefördert werden.

Die Weiterbildung von Handwerkern und Fachkräften soll mit der Reform des Meister-Bafög ab August stärker gefördert werden.© Cristovao31 - Fotolia.com

Ab August bekommen Handwerksmeister und Fachkräfte mehr Geld vom Staat. Nach dem Bundestag hat jetzt auch der Bundesrat deutlichen Verbesserungen beim Meister-Bafög zugestimmt.

Angehende Handwerksmeister und Fachkräfte sollen mehr Geld vom Staat bekommen. Nachdem der Bundestag im vergangenen Monat grünes Licht gegeben hatte, stimmte nun auch der Bundesrat deutlichen Verbesserungen beim Meister-Bafög zu. Das Gesetz hat damit die letzte parlamentarische Hürde genommen und muss noch vom Bundespräsidenten unterzeichnet werden. Die Änderungen sollen am 1. August 2016 in Kraft treten. Das Meister-Bafög bekommt dann auch einen neuen Namen und heißt künftig auch Aufstiegs-Bafög.

Die Förderbeiträge für den Lebensunterhalt und die Lehrgangskosten, die Zuschläge für die Kinderbetreuung sowie der sogenannte Erfolgsbonus werden deutlich steigen. Wurden bei einer erfolgreich abgelegten Prüfung bisher 25 Prozent des Darlehens für Prüfungs- und Lehrgangsgebühren erlassen, sollen es künftig 40 Prozent sein. Auch die maximalen Unterhaltsbeiträge sollen steigen, und zwar folgendermaßen:

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  • für Alleinstehende von 697,00 Euro auf 768,00 Euro/Monat
  • für Alleinerziehende von 907,00 Euro auf 1.003,00 Euro/Monat
  • für Verheiratete mit 1 Kind von 1.122 Euro auf 1.238 Euro/Monat
  • für Verheiratete mit 2 Kindern von 1.332 Euro auf 1.473 Euro/Monat

Meister-Bafög auch für ehemalige Studenten

Zudem wird die Förderung für Studienabbrecher und Bachelor-Absolventen geöffnet, die nach ihrer Zeit an Uni oder FH eine handwerkliche Ausbildung anschließen wollen und dafür bisher kein Bafög erhalten konnten.

Mit dem Meister-Bafög fördert der Bund seit 1996 die Weiterbildung von Handwerkern und Fachkräften, und zwar unabhängig vom Alter. Die Förderung erfolgt teils als Zuschuss, teils als zinsgünstiges Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Bislang haben nach Angaben von Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) 1,7 Millionen Menschen die Förderung in Anspruch genommen, insgesamt flossen 6,9 Milliarden Euro.

Alle Änderungen im Detail finden Sie auf dieser Infoseite des Bundesbildungsministeriums oder in dieser Informationsbroschüre

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