Das Autorentrio der TU München, der ESC Toulouse und des MaxPlanckInstituts für Ökonomie beleuchtet Entscheidungsprozesse bei Projekten im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E). Es stellt insbesondere die Frage, warum Entscheider an F&EProjekten festhalten, obwohl diese sich nicht erwartungsgemäß entwickeln. Zu diesem Zweck werden mehr als 1600 Fortführungsentscheidungen von F&EVerantwortlichen analysiert.
Es zeigt sich, dass das soziale Netzwerk einen erheblichen Einfluss auf die Fortführungsentscheidung hat. Dieser Einfluss nimmt mit steigender Netzwerkgröße und dichte sowie mit einer höheren Kommunikationsfrequenz zu. Damit zeigen die Forscher, dass soziale Netzwerke im Wortsinn eine entscheidende Rolle bei Innovationsprojekten spielen - und dass diese neben zahlreichen überaus positiven Wirkungen die Entscheidungsträger auch dahingehend beeinflussen können, erhöhte Risiken einzugehen, nämlich sich schlecht entwickelnde und damit potenziell scheiternde F&EProjekte fortzusetzen.
Holger Patzelt, Christian Lechner und Anja Klaukien:
Networks and the Decision to Persist with Underperforming R & D Projects. Journal of Product Innovation Management, 28/5, Seite 801-815, September 2011
Quelle: impulse
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