Auto BMW M235i Coupé: Fahrspaß auf bayrisch

Mit dem M235i Coupé lässt BMW einen rassigen Kompaktsportler auf die Strecke, der sich auch zum Einkaufen eignet. Er dürfte einer der letzten seiner Art sein.

Es sind zwei Eigenschaften, von denen normalerweise schon eine ausreichen würde, um Autofans glücklich zu machen: Alltagstauglichkeit und echte Sportlichkeit. Mit dem BMW M235i Coupé ist es dem bayrischen Autohersteller gelungen, beides zu kombinieren.

Denn das neue BMW-Coupé, das im März auf den Markt kommt, ist ein Spaßmacher vor dem Herrn – eine Sportlimousine nach Vorbild der ersten 3er-Generation oder gar des ersten 02er, den BMW nicht müde wird, als Urahn heranzuziehen. Bei aller Dynamik hat der sportlichste 2er dabei genügend Restkomfort, um ihn auch auf längere Reisen mitzunehmen. Die elektronische Dämpfereinstellung weitet das Spektrum auf ein Maximum aus.

Anzeige

Von null auf 100 in 4,8 Sekunden

Nach nur 4,8 Sekunden hat der 4,45 Meter lange Zweitürer den Sprint bis Tempo 100 absolviert. Damit das so schnell geht, hat BMW dem mit 1.545 Kilogramm recht schweren Viersitzer mit einer Launch Control ausgestattet, die den Tritt in den Rücken noch ein wenig härter ausfällen lässt. Sie sorgt jedoch auch gleichzeitig dafür, dass die angetriebenen 245er-18 Zöller nicht schneller die nächste Ampel erreichen als die Vorderräder.

Doch so ganz von der Kette lässt BMW auch das M235i Coupé nicht. Selbst im Sport Plus-Modus, in dem zwar das DSC deaktiviert ist, hält ein imaginärer M-Schutzengel noch immer seine helfende Hand über der Hinterachse. So bleibt die Funktion der aktiven Differenzialbremse aktiv, die ein durchdrehendes Antriebsrad abbremst, um mit dem anderen Rad an der Achse weiterhin Vortrieb zu erzielen – was nichts an dem sportlichen Gesamteindruck ändert.

Wie auch, kommen 240 kW / 326 PS und 450 Newtonmeter von einer Achtgangautomatik dosiert am Heck an. Wer mag, kann mit Hilfe der Schaltwippen die Automatik ausschalten. Im direkten Vergleich zum Vorgänger, der jedoch noch eine 1 im Namen trägt, hat der Zweier sechs Pferdestärken mehr verpasst bekommen. Damit liegt er zwar noch 14 PS unter einem BMW M1 Coupe, doch wer weiß schon, was da noch kommen mag. Oder wie es Friedrich Nitschke, Chef der BMW M GmbH, formuliert: „Zwischen dem M 235i und dem neuen M3 ist noch ein wenig Platz.“

Bis zu einem möglichen M2 ist es aber noch was hin und solange dürfen M-Fans ab März mit dem durch zahlreiche Spritsparfunktionen auf 7,6 Liter pro 100 Kilometer reduzierten Spritverbrauch Vorlieb nehmen – es gibt Schlimmeres und vor allem Teureres. Denn mit einem Preis von 46.000 Euro, der sich natürlich premiumfahrzeugtypisch nahezu beliebig erhöhen lässt, liegt zumindest der Einstieg bei unter 50.000 Euro.

Dreckiger Sound im sportlichen Kleid

Dafür gibt es mit dem BMW M235i Coupé aber auch mächtig was auf die Ohren. Der Klang des Renners ist zumindest seinem Habitus entsprechend angemessen dreckig. Eine dunkelblau lackierte Sportbremsanlage sorgt dafür, dass der BMW mit seiner äußerst langen Motorhaube wieder zum Stehen kommt.

Alles in allem hat es BMW mit dem M235i Coupé wieder einmal geschafft, ein knackiges Fahrzeug in ein sportliches Kleid zu stecken. Bitter, dass die nächste Generation von 1er und 2er auf eine Frontantriebsplattform wechselt. Somit dürfte einer wie der BMW M 235i einer der letzten seiner Art sein.

Hinweis: Dem Redaktionsbüro press-inform werden Autos häufig kostenfrei vom Hersteller zur Verfügung gestellt.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): *Captcha loading...