Cadillac ATS vs. Ford Mustang Ford Mustang oder Cadillac – welches Auto ist spritsparender unterwegs?

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Viel Wumms für wenig Geld: Der Ford Mustang 2.3 Ecoboost hat eine Leistung von 317 PS. Sein Preis: ab 38.000 Euro.

Viel Wumms für wenig Geld: Der Ford Mustang 2.3 Ecoboost hat eine Leistung von 317 PS. Sein Preis: ab 38.000 Euro.© Stuart G W Price

Ford Mustang und Cadillac ATS-V bringen Power auf die Straße. Aber für diesen Test wurden sie nicht gebaut: Welcher Ami-Schlitten verbraucht am wenigsten Sprit?

Nichts hält sich so hartnäckig wie Klischees. „Amerikanische Autos sind Spritschlucker“, ist so eines. Unsere Mission für dieses Rennen: Sprit sparen mit den neuesten Ami-Schlitten. Schaffen wir es, den Verbrauch unter die Werksangaben zu drücken? Dafür sind die Autos eigentlich nicht gemacht. Oder doch?

Andreas Kurz im Ford Mustang: Amerikanischer Freiheitstraum mit „Ecoboost“

Ami-Auto Nr. 1 ist ein Ford Mustang, der rollende amerikanische Freiheitstraum. Der Ford Mustang läutete 1964 die Ära der Pony Cars ein: Power for the people verspricht er seitdem, viel Wumms für wenig Geld. Mit der neuesten Generation hat Ford in den Augen von PS-Puristen ein Sakrileg begangen: Der Autohersteller versieht den Wagen mit dem Zusatz „Ecoboost“, weil er nur acht Liter Benzin auf 100 Kilometern verbrennen soll.

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Felix Wadewitz im Cadillac: Auto unter Dopingverdacht

Der Cadillac ATS-V hat 470 PS unter der Haube und beschleunigt von 0 auf 100 in 3,9 Sekunden. Kostenpunkt: ab 69.900 Euro.© Cadillac

Ami-Auto Nr. 2 ist der unter Dopingverdacht stehende Cadillac ATS-V. Mit seinem 470-PS-Motor wildert der Caddy im Revier von BMWs extra schnellen „M“-Modellen. 11,6 Liter kombinierter Benzinverbrauch stehen im Datenblatt. Los geht es, erst durch Berlin, dann in die Uckermark, nach Schwedt.

Andreas Kurz im Ford Mustang: Gezähmtes Gefährt

Dieser Mustang ist gezähmt. Statt eines V8 wie früher wummern nur vier Zylinder im Ecoboost. Aber die 317 PS reichen, um das Pferdchen sehr ordentlich nach vorn zu treiben, obwohl es übergewichtig ist. 1,7 Tonnen Gewicht sind nicht ganz so eco, aber wir lassen es ja langsam angehen: hinter einem Lkw auf der Landstraße, bei 1200 Umdrehungen im 6. Gang. Der angezeigte Verbrauch sinkt rapide. Waren es in Berlin noch 11, sind es jetzt nur noch 8 Liter. Nimm dies, Cadillac!

Felix Wadewitz im Cadillac: Hier schreit alles nach Rennwagen

Ein Cadillac, das weckt Assoziationen von riesigen US-Schlitten, die eher fahrende Wohnzimmer sind – mit holzvertäfelten Armaturenbrettern und breiten Sitzen. Cruisen ist aber nichts für den ATS-V. Etwas unscheinbar von außen, schreit im Cockpit alles nach Rennwagen. Karbon, Sportsitze, Formel-1-Schaltung am Lenkrad. Einmal unkonzentriert das Gaspedal durchgedrückt, und schon beschleunigt der Renner auf 170 Sachen. Bye-bye Porsche! Aber jetzt zeigt der Bordcomputer 27 Liter Verbrauch an. Upps. Zurück zum Plan, Sprit sparen.

Andreas Kurz im Ford Mustang: Das Schlafwagentempo hat sich ausbezahlt

Nach 127 Kilometern kommt unser Ziel in Sicht: die PCK-Raffinerie in Schwedt. Sie ist so eine Art Nahrungsmittelfabrik für Autos. Von hier kommt jeder zehnte Liter Kraftstoff, der in Deutschland getankt wird. Und der Mustang braucht davon erstaunlich wenig, das Schlafwagentempo hat gewirkt: 6,8 Liter Verbrauch, 1,2 Liter unter Werksangabe. Das schafft der Cadillac NIE.

Felix Wadewitz im Cadillac: Sieger der Herzen

Nach einer unendlich wirkenden Zuckelei im Fahrschultempo biegt auch der Cadillac auf den Raffinerieparkplatz ein. Ein Ort mit Symbolkraft, um das Trinker-Image unserer US-Cars abzustreifen. Und siehe da: Der Caddy hat sich 7,5 Liter auf 100 km genehmigt. Der Mustang nimmt noch weniger? Mag sein. Aber der Caddi liegt gleich vier Liter unter den Werksangaben. Sieger der Herzen: der Cadillac!


Ein Artikel aus der impulse-Ausgabe 12/2017

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