Auto Deutsche Gebrauchtwagen laufen im Dekra-Report besonders zuverlässig

Gebrauchtwagen

Gebrauchtwagen© Sigtrix - Fotolia.com

Wer mit einem Gebrauchtwagen liebäugelt, ist einer aktuellen Auswertung zufolge bei den deutschen Herstellern gut aufgehoben. Laut der Prüforganisation Dekra weisen deren Autos auch bei längeren Laufleistungen weniger Mängel auf.

Gebrauchtwagen deutscher Hersteller laufen einer aktuellen Untersuchung zufolge besonders zuverlässig. Im Gebrauchtwagenreport, den der Prüfkonzern Dekra am Mittwoch in Stuttgart vorstellte, belegten sie in sechs von neun Fahrzeugklassen den ersten Platz. Nur in der Mittelklasse sowie bei Transportern und Kleintransportern stachen ausländische Konkurrenten hervor, zu denen die Prüforganisation auch die VW-Tochter Skoda zählt.

Unter Berücksichtigung der verschiedenen Kilometerstände schnitten die Deutschen in 20 von insgesamt 27 Kategorien am besten ab. Für die Aufstellung wertet die Dekra 15 Millionen von den Prüfern durchgeführte Hauptuntersuchungen aus zwei Jahren aus. Die Stuttgarter Prüforganisation hat eigenen Angaben zufolge einen Marktanteil von 35 Prozent.

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Berücksichtigt werden Modelle allerdings nur, wenn mindestens 1000 Fahrzeuge in einem Laufleistungsbereich überprüft werden konnten. Seltene Modelle tauchen in der Auflistung also nicht auf.

Was zu einem Punktabzug im Dekra-Test führt

Auch Wartungsmängel, die der fehlenden Sorgfalt des Halters zuzuschreiben sind, fließen nicht in die Bewertung ein. Dazu gehören abgefahrene Reifen, verschlissene Wischerblätter oder defekte Außenspiegel. Probleme mit der Elektrik, defekte Bremsen oder schlechte Abgaswerte sorgen dagegen für Punktabzug. „Hier kommen keine subjektiven Bewertungen mit rein“, sagte Dekra-Chef Gerd Neumann mit Blick auf die jüngsten Manipulationen bei der Vergabe des „Gelben Engel“ des ADAC.

Den besten Wert schaffte in der Kategorie „Van“ die Mercedes B-Klasse, gefolgt vom Volvo S60/S70. Die Bewertung „Bester aller Klassen“, bei der die Punkte über alle Kilometerstände entscheiden, erhielt die Mercedes E-Klasse gefolgt von Audi Q5 und Audi A5.

2 Kommentare
  • AG 25. Februar 2014 16:05

    Da kann ich mich meinem Vorredner nur anschließen. Ich vertraue dem ADAC auch nicht mehr als dem DEKRA oder dem TÜV, sondern nur der Statistik, die ich selber gefälscht habe (Sorry, der Spruch ist geklaut.) Bei GTÜ liest sich das ein bisschen anders: http://www.auto-service.de/aktuell/news/11540-gebrauchtwagenreport-2014-deutsche-hersteller-ueberzeugen-guter-qualitaet.html – hier gibt es auch ein paar ausländische Marken mit guten Rankings!
    Jedes Auto ist ein Einzelfall und sollte von einer Fachfrau (gibts auch: http://gutachten-amawi.de/ 🙂 ) /einem Fachmann unter die Lupe genommen werden.

  • Dekra-Report 20. Februar 2014 08:11

    Die Dekra Statistik glauben wir natürlich. Im Gegensatz zum ADAC ist die DEKRA auch nicht gewinnorientiert, oder?
    Wie läuft´s wirklich? Ganz einfach: Die DEKRA führt Statistiken, in welcher Häufigkeit spezifische Mängel bei welchem Fahrzeug auftreten. Weicht die Statistik einzelner Prüfingenieure signifikant ab, so wird dieser überprüft. Folge: Der pfiffige, jedoch sicherheitsbewußte Prüfingenieur, studiert die Statistik und paßt die von ihm ermittelte Mängelquote an. Beispiel: VW Golf, etwas Korrosion im Bereich der Querlenkeraufnahme – unkritisch, kein Mangel; Alfa 147, etwas Korrosion im Bereich der Querlenkeraufnahme – schwerer Mangel, Wiedervorführung (Alfas rosten immer!). Folge hiervon ist, daß Fahrzeuge von Marken mit schlechtem Ruf erheblich schlechter bewertet werden, als andere. Da es auch objektiv arbeitende Prüfingenieure gibt, verschiebt sich die Statistik langsam in die richtige Richtung; den wahren Zustand kann man jedoch nicht erkennen.

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