Auto Fahrender Pickup-Truck aus Eis: Kaltes Meisterstück

Kanadische Eis-Skulptur-Experten haben einen Pickup-Truck mit einem Chassis aus Eis geformt. Das Beste daran: Das Vehikel fährt. Die Umsetzung war aber alles andere als einfach.

Japanische und amerikanische Eis-Skulpturen sind berühmt für ihre Detailversessenheit. Doch ein Auto aus gefrorenem Wasser, das auch noch fährt? Das haben selbst die kreativen Meister aus beiden Erdteilen nicht schaffen können – bis jetzt.

Denn die Meißel- und Abschab-Virtuosen von der kanadischen Firma Iceculture, die sonst Figuren oder Gebäude aus Eis nachbauen, haben die zunächst absurd anmutende Idee in die Tat umgesetzt. Die Initiative kam von einem kanadischen Auto-Batterie-Hersteller, der beweisen wollte, dass seine Akkus auch noch bei minus 40 Grad Celsius funktionieren. Als Modell wurde ein 2005er Chevy Silverado auserkoren.

Anzeige

6,3 Tonnen schwere Eis-Karosserie

Doch die Umsetzung war alles andere als einfach. Das Team von Iceculture entkleidete zunächst den Silverado bis auf das Gerippe und benutzte dann gigantische Eisblöcke, um die Karosserie nachzubauen. Das Problem: Die Eis-Karosserie wog gut 6,3 Tonnen. Also musste das Chassis des Silverado dementsprechend verstärkt werden. Außerdem musste der Rohbau des Pickup-Trucks komplett rostfrei sein.

Durch die extreme Versteifung des Rohbaus wurde gleich ein weiteres Problem gelöst: Ohne Bewegung des Unterbaus brach das Eis auch nicht, wenn das Gefährt über Bodenunebenheiten rollte. Damit man auch das Innenleben des Eis-Pickups bewundern konnte, entfernten die Experten alle Lufteinschlüsse, die man sonst im Eis findet, und sorgten so für den perfekten Durchblick.

Spezielles Kühlmittel für den Motor

Und was ist mit dem Motor? Der durfte keine Wärme abgeben, die das Eis zum Schmelzen hätte bringen können. Deswegen entwickelten die Eis-Experten ein spezielles Kühlmittel, das die Hitze-Entwicklung des Triebwerks genug unterband, damit der Eis-Chevy auf seine Rekordfahrt gehen konnte. Die fand dann auch statt und der Eis-Silverado legte rund 1,6 Kilometer mit einer Geschwindigkeit von rund 20 km/h zurück.

Jetzt soll das Gefährt in das Guiness Buch der Rekorde eingetragen werden. Im Innenraum wimmelt es nur von bemerkenswerten Details: Angefangen vom Erfrischungsbaum, der vom Spiegel baumelt bis hin zu Schaltern und Türgriffen. Nur eines konnten selbst die Iceculture-Experten nicht realisieren: beheizbare Vordersitze. Aber das erwartet vermutlich auch niemand in einem Eisgefährt.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): *Captcha loading...