Firmenauto des Jahres 2017 Die besten Dienstwagen aller Klassen

Überraschung bei der Wahl zum "Firmenauto des Jahres 2017": Deutsche Hersteller verlieren, eine amerikanische Marke gewinnt die Kategorie mit dem größten Prestige. Auch Volvo und Skoda jubeln. Das sind die Auf- und Absteiger.

Es ist ein Härtetest für alle Hersteller: Bei der Wahl zum „Firmenauto des Jahres“ geht es weniger um das schönste Design als vielmehr um die Alltagstauglichkeit von Dienstwagen. Die Jury besteht aus Profis: 200 Flottenmanager, die bestimmen, welche Wagen ihre Unternehmen auf den Firmenparkplatz stellen. Bei Europas größtem Dienstwagen-Vergleichstest fuhren und bewerteten die Experten dieses Jahr 76 Modelle. Neben Fahrverhalten und Komfort floss vor allem die Wirtschaftlichkeit im Alltag in die Bewertung ein. Die Redaktion des Fachmagazins „Firmenauto“, das die Wahl gemeinsam mit der Sachverständigen-Organisation Dekra veranstaltet, bewertete zudem die Kategorien „Preis“ und „Umwelt“.

Welche Modelle die Profis als Firmenauto des Jahres 2017 auszeichneten, sehen Sie oben in der Bildergalerie über diesem Artikel.

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Im Vergleich zum Vorjahr tut sich einiges im Sieger-Ranking: Während 2016 die deutschen Hersteller fast alle Siegermedaillen ergatterten, verlieren sie diesmal deutlich an Boden. Ausgerechnet in der wichtigen Kategorie Oberklasse, die 2016 BMW mit seiner 7-er Reihe gewann, räumt eine junge, amerikanische Marke ab: Tesla.

Abgestraft wurde der vom Diesel-Skandal gebeutelte Volkswagen-Konzern: VW-Tochter Audi, letztes Jahr mit dem A3, A4 und A6 noch dreifacher Sieger in unterschiedlichen Kategorien, ging leer aus. Trostpreis: Für den „Service für Flottenkunden“ gab es Lob. Ebenfalls auffällig: Während Dieselfahrzeuge bei den kühl kalkulierenden Flottenmanagern wegen der Ersparnis an der Tankstelle jahrelang viele Kategorien dominierten, setzen sich zunehmend auch zeitgemäße Hybrid- und Elektroautos durch. So wurden vier reine Elektro-Autos ausgezeichnet, die sich gegen Fahrzeuge mit konventionellen Motoren durchsetzten. Auch Hybrid-Autos schnitten im direkten Vergleich gegen Diesel und Benziner deutlich besser ab als in der Vergangenheit.

Insgesamt zwölf Kategorien gab es in diesem Jahr, von Minicars über Mittel- und Oberklasse bis SUVs in unterschiedlichen Größen. In der jeweiligen Gesamtwertung der einzelnen Kategorien landeten die deutschen Hersteller sechsmal auf dem ersten Platz: Fünfmal gewann Mercedes, einmal Volkswagen. BMW und Audi holten kein Sieg. Der US-Herausforderer Tesla gewann dagegen in zwei Kategorien die Gesamtwertung und die japanischen Hersteller Toyota und Mazda jeweils einmal. Innerhalb der Gruppe der Importeure schnitt auch Volvo besser ab als die meisten Konkurrenten. Alle Gewinner finden Sie in der Bildergalerie.

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3 Kommentare
  • Martin 23. Juni 2017 13:33

    Diese Auswertung kann nur ein Witz sein. Ein Dienstwagen, der im Winter nach 250 km auf der Strecke bleibt kann wohl kaum als alltagstauglich bezeichnet werden. Ich kenne niemanden, der nicht noch ein weiteres Fahrzeug hat, um mittlere und größere Distanzen zu bewältigen. Tesla sind reine Hype Fahrzeuge mit vielleicht nettem Image, aber nicht wirklich als Firmenfahrzeuge einzusetzen. Nicht umsonst haben alle großen Vermietfirmen diese Autos aus dem Angebot genommen.

  • Henry F. 14. Juni 2017 11:41

    Ich weiß nicht, welche Flottenmanager hier befragt werden und zu diesem Ergebnis kommen. Vor allem verwundert mich die Verteufelung des Dieselmotors. Er ist und bleibt der sparsamste Motor zur Zeit, solange es keine richtigen Alternativen dazu gibt. Mein Tiguan verbraucht in der Stadt 6,5 l. Das schafft mancher Kleinwagen als Benziner nicht. Und ich kann einen Anhänger mit Baumaterial ziehen, ich habe noch keine Auto mit Elektromotor gefunden, welches das auch kann. Kommen Sie aber jetzt nicht mit dem Tesla, den ich dann mit Anhänger alle 200 km für 1 Stunde an die Steckdose anschließen muß.

  • Michael O. 14. Juni 2017 09:18

    Finde ich klasse. Fahre selber den Tesla Model S seit einem Monat und bin absolut begeistert von der Wirtschaftlichkeit. Das Elektro-Auto ist voll alltagstauglich.

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