Auto Neuer 2er Active Tourer: Das kann der BMW-Van

Van auf Bayrisch: Der neue 2er BMW Active Tourer.

Van auf Bayrisch: Der neue 2er BMW Active Tourer.© press-inform

Mit dem Active Tourer betritt BMW Neuland. Um im umkämpften Kompakt-Van-Segment Erfolg zu haben, müssen die Münchener den anspruchsvollen Spagat zwischen Praktikabilität und Fahrdynamik hinbekommen.

Vor fünf Jahren glühten die Telefondrähte zwischen der BMW-Technikschmiede FIZ und der Konzernzentrale. Eine Telefonkonferenz jagte die nächste, gefolgt von ellenlangen Sitzungen. Die Frage, an der sich die Gemüter erhitzten, war eine Grundsätzliche: Ist ein Kompakt-Van mit Frontantrieb noch ein echter BMW?

Optisch ist die Antwort klar: Äußerlich reiht sich der 4,34 Meter lange B-Klassen-Konkurrent nahtlos in die Modellpalette der Münchener ein. Die Front mit der typischen Niere und den verchromten Lufteinlässen sieht schnittig aus, ebenso wie das Heck, das in der Luxury-Version eine Chromleiste ziert.

Anzeige

Doch ein schicker Anzug ist nicht alles. Bei einem Familien-Gefährt geht es vor allen Dingen auch um Praktikabilität. Unterm Strich summiert sich das Fassungsvermögen im Innenraum auf über 35 Liter. Dazu kommt ein Kofferraum mit einem Volumen von 468 bis 1.510 Liter. Auch wenn der Münchener Autobauer Neuland betritt: Van-Pflichtübungen, wie ein doppelter Ladeboden, eine niedrige Ladekante, eine verschiebbare Rückbank, einen umklappbaren Beifahrersitz und eine weit aufschwingende Heckklappe erfüllt der 2er Active Tourer.

Ringen um Wertigkeit im Inneren

Darüber hinaus gibt es praktische Extras. Ein nach oben klappendes Gurtschloss in der Rückbank erleichtert das Befestigen des Kindersitzes. Außerdem bietet BMW noch einen maßgeschneiderten Fahrradträger an, der Platz für bis zu drei Drahtesel bietet. Wenn es mit dem Active Tourer vollbesetzt auf eine Reise geht, wären vier besser.

Innen bietet der Active Tourer viel Platz.

Innen bietet der Active Tourer viel Platz.© press-inform

Beim Thema Fahrdynamik setzt BMW auf einen Frontantrieb. Die Sitzposition ist zehn Zentimeter höher als beim 1er BMW. Dem Interieur ist das Ringen der Münchener um Wertigkeit deutlich anzumerken: Das Lenkrad liegt gut in der Hand, dazu verbreiten Klavierlack und feines Leder Wohlfühlatmosphäre. Das Head-Up-Display wird nicht wie BMW-gewohnt auf die Windschutzscheibe projiziert, sondern wie bei Peugeot & Co. auf ein ausklappbares Display. Grund sind die schräge Windschutzscheibe, die eine technische Umsetzung des etablierten Systems schwer gemacht hätte – und natürlich die Kosten.

Active Tourer kommt im Herbst

Ein Schnäppchen ist der Active Tourer mit einem Einstiegspreis von rund 27.000 Euro nicht. Zur Markteinführung, die Ende September oder Anfang Oktober über die Bühne gehen wird, stehen ein Dreizylinder-Benziner mit 136 PS (218i), ein Vierzylinder Benziner mit 231 PS (225i) sowie ein Vierzylinder-Diesel mit 150 PS (218d) zur Auswahl. Alle Aggregate sind Neuentwicklungen aus dem Motorenbaukasten. Später im Herbst kommen noch ein Dreizylinder-Diesel (216d), ein Vierzylinder-Selbstzünder (220d) und ein Vierzylinder-Benziner (220i). Für die Top-Versionen ist auch ein Allradantrieb vorgesehen.

Im nächsten Jahr soll ein Plug-in-Hybrid folgen. Bei den Ausstattungslinien haben die Käufer die Wahl zwischen einer Luxury- und einer Sport-Linie, bei der die Sportsitze serienmäßig sind. Wem das noch nicht genug ist, der bekommt gegen Ende des Jahres noch das M-Paket mit strafferem Fahrwerk serviert. Damit ist eine weitere zentrale Vorgabe des Lastenheftes erfüllt: Nämlich die immer älteren Autofahrer und junge Familien an BMW zu binden.

Hinweis: Dem Redaktionsbüro press-inform werden Autos häufig kostenfrei vom Hersteller zur Verfügung gestellt.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): *Captcha loading...