Diverses „24-Stunden-Öffnung lohnt sich“

Wilhelm von Moers, Geschäftsführer der Cash & Carry-Kette Handelshof Management GmbH, Sitz Köln, mit 14 Märkten und 579 Millionen Euro Umsatz.

impulse: Sie haben während der gesamten Fußball-Weltmeisterschaft Ihre Kölner Handelshof-Märkte rund um die Uhr geöffnet. Wie kamen Sie auf diese verrückte Idee?

Von Moers: So verrückt war das nicht. Einige unserer Kunden aus der Gastronomie hatten diese 24-Stunden-Öffnung angeregt, um während des Fußball-Ereignisses jederzeit Nachschub beschaffen zu können. Und für uns war es eine Nagelprobe, was die Ausweitung der Öffnungszeiten per Saldo bringen kann.

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Und was hat sie Ihnen gebracht?

Zum einen natürlich einen stark PR-trächtigen Marketing-Gag und damit steigende Bekanntheit. Dann haben wir eine beträchtliche Zahl neuer Kunden gewonnen. Und schließlich war die Aktion auch insgesamt geschäftlich interessant. So hatten wir anfangs erwartet, dass wir vielleicht eine oder zwei Kassen würden öffnen müssen. Tatsächlich haben wir teilweise vier oder fünf Kassen besetzt, zumindest bis ein Uhr nachts. Danach flaute dann der Zustrom der Kunden ab. Aber um vier Uhr morgens ging es schon wieder los.

Welche Konsequenzen ziehen Sie für Ihre künftigen Öffnungszeiten?

Wir werden die Ausdehnung bis 22 oder 23 Uhr prüfen. Nicht täglich, aber zum Beispiel im Sommer und zu besonderen Anlässen. Allerdings: Unsere Erkenntnisse lassen sich nicht auf den Einzelhandel übertragen.

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