Diverses Alles startklar?

Einzigartige Produktvorteile zu verkaufen wird zunehmend schwieriger. Deshalb ist die richtige Marketing-Kommunikation wichtiger denn je. Aber nicht alles, was machbar ist, ist auch sinnvoll. Und je knapper die Mittel, desto drängender werden die Fragen. Welche ist die individuell "richtige" Marketing-Strategie? Welche Instrumente sollen zum Einsatz kommen? Und welches Budget benötigt man dafür? Im zweiten Teil der Marketing-Serie von impulse.de und gannaca erfahren Sie mehr über die wichtigsten Elemente der Kommunikation.

Spätestens ab einer Umsatzgröße von zwei bis 40 Millionen Euro wird es auch für Unternehmen kleiner und mittlerer Größenordnung ernst. Sie müssen eine vollprofessionelle Basis schaffen, um mit der richtigen Marketingstrategie ihre Zielgruppe zu erreichen. Um vom Markt wahrgenommen zu werden, müssen dazu sämtliche Marketingmaßnahmen genau vorbereitet und geplant werden.

Sind alle notwendigen Basiselemente vorhanden? Einheitlichkeit im Auftritt und daraus folgende Wiedererkennbarkeit ist ein wichtiger Faktor in der Marketingplanung. Eine Corporate Identity (CI) ist mittlerweile Grundvoraussetzung für jedes Unternehmen. Insbesondere bei der Wahl der Geschäftsausstattung zahlen sich Genauigkeit, Kontinuität und Qualität langfristig aus. Zu einer vollständigen Geschäftsausstattung zählen einheitlich gestaltete Visitenkarten, Briefpapier, Umschläge und ein funktionierender Internetauftritt. Wer hier heute noch auf „Do it yourself“-Mittel setzt, fällt im Marktvergleich zurück.

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Vor allem die Website des Unternehmens stellt ein wichtiges Tool in der Unternehmenskommunikation dar. Sie muss regelmäßig gepflegt und aktualisiert werden. Für den Besucher sollte jederzeit möglich sein, sich ausgiebig über das Unternehmen, seine Produkte und Leistungen und vor allem deren Nutzen zu informieren.

Ist ein Unternehmen aber nicht im Netz auffindbar oder landet in den Ergebnislisten von Suchmaschinen nur auf den hinteren Rängen, entstehen hierdurch massive Sichtbarkeits-Nachteile gegenüber Wettbewerbern. Außerdem müssen Zielgruppen und Verbraucher jederzeit in direkten Kontakt mit dem Anbieter treten können. Ist diese Erreichbarkeit nicht gegeben, kann sich keine Rückmeldung, in der Marketing-Welt „Response“ genannt, einstellen können.

Ein hohes Maß an Response-Elementen steigert aber die Effektivität von Marketingmaßnahmen, denn Unternehmer lernen mehr über die Verwendung ihrer Produkte, die Qualität ihrer Leistungen und vor allem die Wünsche ihrer Kunden. Ein weiterer positiver Beitrag von Response-Elementen entsteht durch die Generierung von Adressen und die bessere Messbarkeit der Marketingmaßnahmen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, warum im Marketing weniger oft mehr ist.

Ineffektivität bei Marketingmaßnahmen oder missglückte Produkteinführungen sind oftmals das Ergebnis fehlender Planung. Ohne eine fundierte Planung im Vorfeld wird sich keine Maßnahme bewähren können. Das zur Verfügung stehende Budget muss gezielt und überlegt eingesetzt werden.

Laut dem Büro für Existenzgründungen (BfE) in der Agentur für Arbeit München sollten Unternehmer mindestens fünd bis zehn Prozent ihres Umsatzes in Marketingmaßnahmen investieren. Vor der Umsetzung von konkreten Maßnahmen ist es notwendig, sich Gedanken über die primären Marketingziele zu machen.

Was will ich mit meinen Marketingmaßnahmen erreichen, und wichtig: Wen will ich erreichen? Mit einem Ziel vor Augen und einer konkreten Richtung lässt es sich leichter planen. Was ist der einzigartige Verkaufsvorteil Ihrer Leistung und wie wollen Sie diesen kommunizieren? Schaffen sie Alleinstellungscharakter durch Ihren USP (Unique Selling Proposition) und Ihre Strategie. Hierbei gilt: Weniger ist oft mehr.

Zwar wird stetig allerorten versucht, das Rad neu zu erfinden, manchmal liegen die Dinge aber auch einfacher. Und so gilt heute für die Pragmatiker der Marketing-Branche „KISS – Keep it stupid simple“ – eine Marketingformel, die aufräumt mit langwierigen Schematas und Diagrammen. Ergo: Konzentrieren Sie sich lediglich auf den stärksten Produktvorteil und holen Sie das Maximale aus ihm heraus.

Wenn es dann um die Umsetzung der Planung geht, haben mittelständische Unternehmen es aufgrund niedriger Budgets oftmals schwer, mit den Großen mitzuhalten. Hier macht es Sinn, auf Marketingmaßnahmen mit besonders hohen Effizienzgraden auszuweichen.

Auf der nächsten Seite finden Sie Beispiele für erfolgreiches Marketing.

Folgende zwei Szenarien zeigen Beispiele erfolgreicher Kommunikationsmaßnahmen.

Etap-Hotels

Weil die Hotelkette Etap-Hotels lange Zeit ein „Billigheimer-Image“ anhaftete, entschloss sich das Management zu einer Straßendemo. Ausgerüstet mit Transparenten, Megaphonen und Flugblättern nahmen die Hotel-Mitarbeiter den „Luxus-Wahnsinn“ teurer Hotels auf die Schippe und warben für ihr eigenes Haus mit dem Motto „Etap – Hier schlafen die Schlauen!“.

Die Resonanz auf diese so genannte Guerilla-Aktion übertraf alle Erwartungen: Nicht nur, dass Presse, Funk und Fernsehen ausführlich darüber berichteten – bei einer anschließenden Umfrage kam auch heraus, dass sowohl die Bekanntheit als auch die Sympathiewerte der Hotelkette jeweils um acht Prozent stiegen und die Buchungsbereitschaft potenzieller Gäste sogar um 14 Prozent zulegte.

Privatbrauerei Moritz Fiege

Seit 1997 hat die Marketingagentur „Die Augenfänger“ im Auftrag der Privatbrauerei Moritz Fiege, Bochum und der Hütt-Brauerei, Baunatal insgesamt neun Haushaltsverteilungen durchgeführt. Allein bei der Haushaltsverteilung im Stadtgebiet Bochum wurden innerhalb von sieben Aktionswochen mehr als 140.000 Haushalte mit einer optimal gekühlten Flasche Moritz Fiege Pils kontaktiert. Die Resonanz der Bevölkerung war entsprechend positiv.

Bereits nach einer Woche gingen bei der Brauerei mehrere Telefonate von „besorgten“ Bürgern ein, die bisher noch keine Flasche erhalten hatten. Das Präsenz von vier entsprechend gebrandeten Kühlfahrzeugen sorgte zudem für eine erhöhte Aufmerksamkeit im jeweiligen Stadtbezirk.

Dass es sich bei dieser Aktion um eine sehr erfolgreiche Marketing-Maßnahme handelt, zeigt auch die Resonanz auf das beigefügte Preisausschreiben. Der Rücklauf lag bei erfreulichen 9,5 Prozent – laut einer Studie von Carat Expert liegt die durchschnittliche Rücklaufquote bei Mailings bei 1,5 Prozent.

Der Vorteil Marketing-Aktionen dieser Art liegt darin, dass der Kunde das beworbene Produkt direkt an seinem gewohnten Konsumort testen kann. Vom Kosten-Nutzen-Effekt handelt es sich für kleine und mittelständische Brauereien um eine fast konkurrenzlose Maßnahme, die beispielsweise für Großbrauereien kaum einsetzbar ist.

Die Fallbeispiele zeigen, dass auch kleine Unternehmen die Möglichkkeit haben, sich mit alternativen Marketing-Srategien wie Guerilla-oder Direkt-Marketing auf dem Markt zu behaupten. Experten progonostizieren für Guerilla-Marketing ein großes Potential – wie beispielsweise Response-Quoten von bis zu 40 Prozent.

Auf der nächsten Seite erfahren Sie, wie ein großes Unternehmen mit kreativen Marketing-Konzepten seine Zielgruppe erreichen kann.

Mini

Zur Verbesserung der Markenpräsenz von Mini und Mini Cooper S wurde eine Marketing-Kampagne für 17 Länder entwickelt: Die Mission Mini. Die fünfsprachige Website www.missionmini.com ist Teil eines innovativen Event- und Kommunikationsprojekts der BMW Group. Im Zentrum des Projekts steht eine spannende Detektiv-Story mit offenem Ende, in der der Detektiv Sam Cooper einen rätselhaften Kunstraub in Barcelona aufzuklären hat.

Da Sam Cooper schon bald nicht mehr weiter weiß, sind Amateur-Detektive aus aller Welt aufgefordert, ihn zu unterstützen, womit das fiktionale Geschehen der Detektiv-Story seine Fortsetzung in der Realität findet. Denn wer sich berufen fühlt, kann sich auf der Website als Misson-Mini-Agent für die tatsächlichen Ermittlungen vor Ort bewerben und dort im Wettstreit mit anderen Teams den Fall lösen.

Einsatzfahrzeug für die Verbrecherjagd in den Straßen und Altstadtgassen der spanischen Metropole ist, wie sollte es anders sein, der Mini Cooper S. Die Aktion führte in diesem Fall zu einer deutlichen Steigerung der Sympathiewerte der Marken Mini und Mini Cooper S bei den relevanten Zielgruppen.

Auf der nächsten Seite lesen Sie, warum
Mailings an Kunden eine gute Marketing-Maßnahme sind. Und eine 8-Punkte-Checkliste, ob Ihr Unternehmen startklar für effektives Marketing ist.

Neben ungewöhnlichen Guerilla-Aktionen sind klassische Mailings eine gute Möglichkeit, um auf sich aufmerksam zu machen und neue Kunden zu akquirieren. Achten Sie jedoch darauf, dass sich die Kernaussage Ihres Mailings immer mit dem Kundennutzen beschäftigt. Geben Sie keine leeren Versprechungen ab, sondern vermitteln Sie Ihren Empfängern glaubhaft die Vorteile ihres Produktes oder ihrer Leistung.

Ebenfalls empfehlenswert: Bleiben Sie hartnäckig. Ein zweistufiges Mailing beispielsweise bringt nachweislich eine höhere Response-Quote auf als ein einfaches Mailing. Lassen Sie es nicht mit einem Brief gut sein – schicken Sie kurze Zeit später einen zweiten hinterher. Die Hartnäckigkeit zahlt sich oftmals aus.

Welchen konkreten Marketingmaßnahmen und Kanälen sich ein Unternehmen bedient, ist jedoch individuell unterschiedlich und nicht verallgemeinerbar. Da ist dann die Zusammenarbeit mit Profis entsprechend spezialisierter Agenturen angeraten. impulse.de-Kooperationspartner gannaca erteilt Ihnen gerne nähere Auskünfte.

Wenn sie wissen möchten, ob ihr Unternehmen bereits „ready to take off“ ist, beantworten sie einfach folgende Fragen. Sollten Sie eine Frage mit Nein beantworten, erkennen sie, an welchen Stellen sie noch arbeiten können.

8-Punkte Checkliste.

  • Haben Sie ein wiedererkennbares Logo?
  • Haben Sie Einheitlichkeit bei Visitenkarten, Umschlägen und Breifpapier bewahrt?
  • Haben Sie eine übersichtliche Website die alle nötigen Informationen über ihr Unternehmen enthält?
  • Sind Sie auch außerhalb ihrer Geschäftszeiten für Kunden erreichbar?
  • Haben Sie sich Gedanken über die Primärziele ihres Unternehmens gemacht?
  • Haben Sie sich Gedanken über Ihre Zielgruppe gemacht?
  • Haben Sie Ihr Budget überprüft?
  • Sind Ihre Ziele messbar?

Autor: Christopher Peterka

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