Diverses Alternativen zum Krankentagegeld

Für gesetzlich versicherte Unternehmer gibt es ab Januar 2009 kein Krankentagegeld mehr. impulse zeigt, welche Alternativen es künftig gibt.

„Wer Kuli liebt und Frankenfeld, der hat ein Recht auf Krankengeld“, witzelte einst der Komiker Otto Waalkes über die TV-Entertainer Hans-Joachim Kulenkampff und Peter Frankenfeld.

Ganz so einfach ist das ab 2009 nicht mehr, vor allem nicht für die rund 1,5 Millionen Selbständigen in Deutschland, die freiwillig gesetzlich krankenversichert sind. Sie verlieren ab dem 1. Januar ihren Anspruch auf Krankengeld und müssen sich selber absichern.

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Entweder wählen sie gegen Aufpreis einen der neuen Wahltarife ihrer Kasse, um sich vor den finanziellen Folgen längerfristiger Krankheiten zu schützen, oder sie schließen eine private Zusatzversicherung ab. „Die Entscheidung hängt vom Preis-Leistungs-Verhältnis und vom Gesundheitszustand ab“, weiß Kai Vogel, Versicherungsexperte der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Zwar müssen Selbständige ab Januar statt 15,5 nur 14,9 Prozent Beitrag in die gesetzliche Krankenkasse leisten, doch dies kompensiert oft nicht den Wegfall des Tagegelds. Wer die Zusatztarife der Kassen wählt, zahlt zwischen 46 und 111 Euro jeden Monat (siehe Tabelle), wenn er sich für Tagegeld ab dem 22. Krankheitstag entscheidet. Die Laufzeit ist überdies begrenzt auf maximal 78 Wochen innerhalb von drei Jahren. Zudem binden sich die Kunden drei Jahre an den Kassentarif.

Private Versicherer kennen solche Beschränkungen meist nicht. Beim gesetzlichen Versicherer Barmer können selbst gut verdienende Kunden nur maximal 85,75 Euro pro Krankentag vereinbaren. „Private Policen sind oft preiswerter und flexibler“, sagt Hans-Josef Pick, Vorstand der privaten Assekuranz DKV und Victoria.

Aber nur, wenn der Unternehmer gesund ist. Andreas Schmidt-Maas, Landschaftsarchitekt aus Kassel, bleibt daher bei der Techniker Krankenkasse. „Ich hatte keine Lust auf eine Gesundheitsprüfung“, sagt der 54-Jährige.

Im Gegensatz zu den gesetzlichen Kassen erheben private Krankenversicherer Risikozuschläge, wenn es um die Gesundheit des Kunden nicht gut bestellt ist oder lehnen ihn gleich ganz ab. Wer etwa eine Herzschädigung hat, dessen Prämie kann sich schnell verfünffachen. Vor allem für chronisch Kranke können Privatpolicen so schnell zur gefährlichen Kostenfalle werden.

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