Diverses Altersteilzeit: falsche Signale

Reinhard Klimasch: Ressortleiter Steuer

Reinhard Klimasch: Ressortleiter Steuer© Florian Schwinge

Gestern Pendlerpauschale und Dienstwagen, heute Teilrente und Altersteilzeit: die Sozialdemokraten versuchen gegenüber der linken Konkurrenz Boden gutzumachen. Das kann nicht funktionieren, sagt impulse-Redakteur Reinhard Klimasch, da Lafontaine & Co. immer noch eins draufsetzen können.

In der Sache marschiert die SPD in die falsche Richtung. Sie will die Arbeitgeber für eine neue Form der Teilrente zur Kasse bitten und die staatliche Förderung der Altersteilzeit verlängern. Doch der Traum von der frühen Rente für alle ist längst ausgeträumt. Nicht nur weil dieses Modell viel zu teuer ist.

Bezahlen müssen dafür übrigens die jüngeren Arbeitnehmer. Entweder durch höhere Arbeitslosenbeiträge oder durch Verzicht auf Lohnerhöhungen oder gar neue Jobs. Mit sozialer Gerechtigkeit hat das nichts zu tun. Stattdessen sind Arbeitsbedingungen und soziale Sicherung so gestalten, dass es attraktiv ist, künftig wieder länger zu arbeiten. Das schließt den gleitenden Übergang in die Rente nicht aus, etwa für die viel zitierte Schwerstarbeit. Die Modelle dafür sollten in den Unternehmen selbst oder von den Tarifpartnern ausgehandelt werden. Eine Art Blaupause haben die Sozialpartner der chemischen Industrie bereits geliefert.

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