Diverses Amtlich: Wirtschaft stagniert 2002

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im vergangenen Jahr nur um 0,2 Prozent gestiegen. Das zweitschlechteste Ergebnis seit der Wiedervereinigung.

Konsumflaute und Investitionszurückhaltung der Unternehmen haben Deutschland
2002 das zweitschwächste Wirtschaftswachstum seit der Wiedervereinigung beschert.

Statt des zu Jahresanfang noch erhofften Aufschwungs – die Bundesregierung
ging anfangs von bis zu zwei Prozent aus – erreichte die Summe von
Produktion und Dienstleistungen nach ersten Berechnungen des Statistischen
Bundesamts vom Donnerstag ein mageres Plus von 0,2 Prozent zu. 2001 waren es
noch 0,6 Prozent. Noch schlechter sah es lediglich 1993 aus, als das BIP um
1,1 Prozent schrumpfte.

Anzeige

Die privaten Konsumausgaben sanken um 0,5, die Ausrüstungsinvestitionen um
8,4, die Bauinvestitionen um 5,9 Prozent. Die Exporte stiegen dagegen um 2,9
Prozent. 2001 hatte das Plus indes noch 5,0 Prozent betragen. Die Importe
gingen um 1,3 Prozent zurück, die Konsumausgaben des Staates wuchsen um 1,5
Prozent.

Unterteilt nach Branchen, konnten die Dienstleistungsbereiche Handel,
Gastgewerbe und Verkehr, Finanzierung, Vermietung und
Unternehmensdienstleister zulegen, die überdurchschnittlich zum Wachstum
beitrugen. Die Wertschöpfung der Industrie ohne Baugewerbe ging dagegen um
0,4, die der Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei um 1,3 Prozent
zurück. Das seit Jahren kriselnde Baugewerbe muss ein Minus von 6,1 Prozent
verkraften.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): *Captcha loading...