Diverses Anderen helfen – mit Gewinn

Was bringt gestandene Geschäftsfrauen dazu, sich an Abgründen abzuseilen, eingewiesen und angeleint von 15-jährigen Schülerinnen? Zum Beispiel das Ziel, im Rahmen eines Kletterwochenendes bei den Mädchen Berührungsängste abzubauen, Vertrauen zu zeigen.

So geschehen zum Start eines viel
versprechenden Projekts der Gesamtschule
Holsterhausen in Essen. „Derzeit
möchten bereits 13 Unternehmerinnen
den Teenagern beim Einstieg
ins Berufsleben helfen“, berichtet Direktorin
Margret Rasfeld. Seit Oktober gibt es regelmäßige Kontakte. Ein Unterrichtsprojekt
hat sich entwickelt, die ersten Praktika sind vermittelt.

„Schon der Auftakt war für alle Beteiligten
ein Erfolgserlebnis“, sagt Maria
Mintrop, Chefin zweier Tagungshotels
in Essen, die sich selbst eine zehn Meter
hohe Wand hinabgetraut hatte.

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Ein Paradebeispiel dafür, wie
Chefs und Chefinnen seit einiger Zeit
soziale Verantwortung entdecken
und leben. Projekte im Rahmen von
„Corporate Social Responsibility“
(CSR) kreisen meist um die Themen
Schule und Wirtschaft, Hilfe für
Randgruppen, Armutsbekämpfung,
Umweltschutz. Die Tsunami-Katastrophe
und andere Horrormeldungen
aus der Dritten Welt befeuern den
Trend. Auch die hiesige Arbeitslosigkeit
in Verbindung mit missglückten
Auftritten von Konzernlenkern veranlassen
Chefs, Zeichen zu setzen.

Kein Wunder, dass einschlägige
Wettbewerbe Hochkonjunktur haben.
Der wichtigste von ihnen, die
von McKinsey und weiteren Partnern
ins Leben gerufene Initiative „startsocial“, verzeichnet seit 2001 insgesamt
fast 3000 Teilnehmer. Ziel des Projekts:
ehrenamtliches Engagement
von Unternehmern und privaten Initiatoren
zu fördern. Soeben beginnt
eine neue Runde, erstmals mit Unterstützung
von impulse.

Dass Unternehmer CSR meist nicht allein unter altruistischen Gesichtspunkten betrachten, entwertet ihren Einsatz keineswegs. „Soziales
Engagement von Firmen ist gerade
im Zuge der Globalisierung ein wichtiges
Mittel zur Aufwertung von Standorten“, sagt Reinhold Kopp, Vorstandsvorsitzender von Econsense.

Hier verbünden sich Multis wie
Daimler-Chrysler oder VW, um Aids
zu bekämpfen oder Straßenkindern
zu helfen. Ziel: Voraussetzungen für
nachhaltiges Wirtschaften zu schaffen
– und dem Image des kalten Profitmaximierers entgegenzuwirken.

Weitere Infos zu „startsocial“

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 04/2005, Seite 104, nachlesen.

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