Diverses Arbeitnehmer muss für Online-Nutzung im Urlaub zahlen

Unternehmer können von ihren Mitarbeitern Ersatz für Internetkosten verlangen, wenn die eine Flatrate unberechtigt im Ausland nutzen.

Für Arbeitgeber lohnt ein prüfender Blick auf die Internet-Rechnungen ihrer Mitarbeiter auch dann, wenn die eine Flatrate privat nutzen dürfen.

Das Arbeitsgericht Frankfurt verurteilte (Az. 1 Ca 1139/09) einen ehemaligen
Vertriebsmitarbeiter eines Fitnessgeräteherstellers zu mehr als 31.000 Euro Schadenersatz.
Er hatte seinen Dienst-Laptop in den Urlaub nach Kroatien mitgenommen und –
ausgiebig im Internet gesurft.

Anzeige

Eine UMTS-Karte mit Flatrate hatte ihm der Arbeitgeber für dienstliche und private Zwecke zur Verfügung gestellt. Jedoch galt das Internet-Paket nicht für Verbindungen in Kroatien.

Nachdem das Unternehmen vom Internet-Anbieter eine Rechnung von 48.000 Euro erhalten hatte, konnte es diesen Betrag in Verhandlungen noch auf 31.000 Euro drücken. Diese Summe muss der Ex-Mitabeiter nun erstatten, entschied das Arbeitsgericht Frankfurt. Er hätte sich vor der Abreise nach Kroatien über mögliche Zusatzkosten erkundigen müssen. Dass den Mitarbeitern der Firma die private Nutzung der UMTS-Flatrate nicht verboten war, ändere daran nichts. Einen dienstlichen Zweck der Internet-Nutzung im Urlaub habe er nicht nachweisen können.

(mit Material von dpa)

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): *Captcha loading...