Diverses Attacke aus dem Netz

Attacke aus dem Netz

Attacke aus dem Netz

Nach einer aktuellen Studie des amerikanischen IT-Beraters GartnerG2 werden 20 Prozent aller Unternehmen in den nächsten drei Jahren zum Ziel von Hackern - die alltägliche Flut von Viren und Würmern gar nicht mitgerechnet. Lesen Sie 15 Tipps, wie Sie sich vor Cyber-Angriffen schützen.

Viren, Mailbomben und Datenklau – dies sind nur einige der bösen Überraschungen, die im Internet auf allzu sorglose Nutzer warten. Wenn Firmen solchen Cyber-Attacken zum Opfer fallen, dann kann dies im Extremfall die Existenz des Betriebes gefährden – wenn etwa wichtige Kunden-Daten verschwinden oder die Konkurrenz Betriebsgeheimnisse ausspioniert.

Bedenklich: Viele Firmen haben diese Gefahr noch nicht erkannt. „Bei etwa 70 Prozent der kleinen und mittelständischen Firmen sind die IT-Sicherheitsvorkehrungen nicht ausreichend,“ sagt Elisabeth Slapio vom Fachbereich Informations- und Kommunikationstechnologie der IHK Köln. Ihre Empfehlung lautet daher: Machen Sie IT-Sicherheit in Ihrem Unternehmen zur Chefsache. Denn selbst ein Kioskbetreiber, der sein Geschäft in einem kleinen Internetauftritt präsentiert, kann durch gefälschte Preislisten oder nachträglich auf seine Seite eingefügte, irreführende Links, etwa zu Sex-Anbietern, geschädigt werden.

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Mit den folgenden 15 einfachen Tipps lassen Sie die Hacker ins Leere laufen:

  1. Analysieren Sie Ihr Unternehmen. Wo befinden sich sensitive Daten? Welche Risiken ergeben sich aus dem unberechtigten Zugriff auf Ihre Computer oder Ihre Web-Seite?
  2. Den besten Schutz vor Eindringlingen aus dem Internet bieten so genannte Firewalls. Das sind spezielle Sicherheitssysteme um einen Rechner oder ein Netzwerk herum, die alle Verbindungen nach außen kontrollieren. Gleichzeitig protokollieren Firewalls alle Datenbewegungen – damit lassen sich viele Hacker-Angriffe frühzeitig erkennen.
  3. Liegen auf einem Rechner besonders wichtige Daten, dann betreiben Sie ihn im Zweifel ohne Internet- und E-Mail-Zugang.
  4. Überprüfen Sie regelmäßig, ob Ihre Internet-Seite unberechtigt verändert worden ist und veranlassen Sie – wenn notwendig – die notwendigen Aktualisierungen. Informieren Sie Ihren Provider.
  5. Legen Sie regelmäßig Sicherheitskopien (Backups) an, um sich vor Datenverlusten zu schützen.
  6. Setzen Sie einen aktuellen Viren-Scanner ein und vergessen Sie die regelmäßigen Updates nicht – und brechen Sie den Virencheck nicht aus Ungeduld vorzeitig ab.
  7. Überprüfen Sie fremde Datenträger und Downloads sofort auf Viren.
  8. E-Mails mit unbekanntem Absender und seltsamen Betreffzeilen sind häufig Überbringer von Viren und Würmern. Löschen Sie diese Mails sofort ungeöffnet.
  9. Attachments von Mails, vor allem ausführbare Programme (Endungen .COM, .EXE) oder Dokumenten in Script-Sprachen (.VBS, .BAT), Bildschirmschoner (.SCR) und Office-Dateien (.DOC, .XLS, .PPT) sind häufig mit Viren gespickt. Öffnen Sie daher nur Attachments, die Sie nach Absprache mit dem Absender erwarten.
  10. Verschicken Sie Ihre Word-Dokumente selbst am besten nur als RTF-Datei, da Sie sonst gegebenenfalls vertrauliche Informationen im nicht sichtbaren Verwaltungsteil der DOC-Datei versenden.
  11. Aktivieren Sie alle vorhandenen Sicherheitsfunktionen Ihrer Rechner, vor allem den Passwort-Schutz (auch für Bildschirmschoner), damit kein Unbefugter in Ihrer Abwesenheit die Rechner manipulieren kann.
  12. Vergleichen Sie bei Downloads die angegebene und tatsächlich heruntergeladene Größe der Datei. Differenzen können auf Manipulationen durch Viren hinweisen.
  13. Überprüfen Sie regelmäßig die Zugriffsrechte auf Ihre Firmencomputer und löschen Sie ungenutzte Accounts, beispielsweise von ausgeschiedenen Mitarbeitern.
  14. Stellen Sie einen Notfallplan für Ihr Unternehmen auf: Wer ist – wenn es zum Äußersten kommt – wofür zuständig? Welche Kommunikationswege können dann noch genutzt werden? Wo befinden sich die Backups? Welcher professionelle Anbieter könnte Ihnen helfen?
  15. Lassen Sie sich von Spezialisten beraten, wenn Ihnen das Know-how oder die Personalressourcen fehlen und IT-Sicherheit für Ihr Unternehmen überlebenswichtig ist.
  16. Mehr zum Thema Sicherheit:

    IT, Viren & Co

    Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

    Fachbereich Informations- und Kommunikationstechnik (IHK Köln)

    Interessengemeinschaft sicher vernetzte Wirtschaft

    Aktuelle Virenwarnungen bei ZDNet

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