Diverses Auftragstief im Maschinenbau endet langsam

Im deutschen Maschinenbau ist ein Ende der Krise in Sicht. Im November verzeichnete die Branche mehr Bestellungen als in den Vormonaten. Einzelne Fachzweige schneiden im Jahresvergleich sogar mit einem Plus ab.

Die Talfahrt im Maschinenbau hat sich verlangsamt. Das weckt Hoffnungen auf ein allmähliches Ende der seit über einem Jahr andauernden Witschaftskrise. Die Auftragseingänge seien im November gegenüber dem Vorjahresmonat um zwölf Prozent gesunken, teilte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mit. Im Oktober hatte das Minus noch 29 Prozent betragen und im September 33 Prozent.

Im Sommer 2009 stand der preisbereinigte Index auf Basis der Umsatzzahlen von 2005 auf einem Rekordtief von 70 Punkten. Im November erreichte der Index 92 Punkte, nachdem er im Oktober bei 88 Punkten gestanden hatte.

Anzeige

Es stelle sich die Frage, ob die Entwicklung ausschließlich dem Auftragseinbruch auf dem Höhepunkt der Krise 2008 geschuldet sei, sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers zu „FTD.de“. Es sei auch denkbar, dass die „Keime für eine nachhaltige Erholung“ gelegt seien. Einige Fachbereiche, beispielsweise Textilmaschinen, hätten bereits im November ein Plus gegenüber dem Vorjahresmonat verzeichnet, sagte Wiechers.

Deutsche Wirtschaft verliert an Schwung

Das deutsche Wirtschaftswachstum hat sich Regierungskreisen zufolge Ende 2009 abgeschwächt. Für das vierte Quartal werde mit einem Zuwachs von maximal 0,5 Prozent gerechnet, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters. „Auf alle Fälle wird die Rate positiv ausfallen“, sagten mehrere Regierungsexperten. Das Plus werde aber geringer sein als im dritten Quartal mit 0,7 Prozent. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht an diesem Mittwoch seine erste Schätzung zum Wirtschaftswachstum 2009.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): *Captcha loading...