Diverses Ausländer schaffen Arbeitsplätze

Ausländer schaffen Arbeitsplätze

Ausländer schaffen Arbeitsplätze

Ausländische Existenzgründer schaffen hierzuland rund doppelt soviele Jobs wie ihre deutschen Gründerkollegen.

Beim Start in die Selbstständigkeit schaffen Migranten mit durchschnittlich fünf Arbeitsplätzen gut doppelt so viele Jobs wie ihre deutschen Gründerkollegen, die im Schnitt mit zwei Mitarbeitern an den Start gehen. „Wir beobachten zudem seit geraumer Zeit, dass ausländische Unternehmer nicht mehr nur Familienmitglieder und Landsleute, sondern vermehrt auch deutsche Arbeitskräfte einstellen“, sagte Michael Bornmann, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Ausgleichsbank (DtA).

Während die vor zehn Jahren gegründeten Betriebe ihre Produkte und Dienstleistungen noch vorwiegend den eigenen Landsleuten angeboten hätten, legten die neu gegründeten Firmen den Focus auch auf die deutsche Kundschaft. Die in Deutschland lebenden Ausländer der dritten Generation seien besser ausgebildet und mit den Verhältnissen hier zu Lande vertrauter als ihre Eltern und Großeltern – dies eröffne ihnen auch neue Perspektiven als Selbstständige. Immer häufiger würden Ausländer jetzt auch High-tech-Unternehmen gründen.

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Aufholprozess in vollem Gange

Die Gründungsdynamik unter Migranten hat nach Aussage von Bornmann in den letzten Jahren stark zugenommen. Ausländer gründeten jetzt vergleichsweise häufiger ein Unternehmen als Inländer. Allerdings sei die Selbstständigenquote unter Migranten mit 8,4 Prozent nicht so hoch wie unter deutschen Erwerbstätigen, die bei rund zehn Prozent liege.

Mit ihrem verbesserten Finanzierungsangebot werde die KfW-Mittelstandsbank dazu beitragen, diese Lücke zu schließen. Die Förderwege würden künftig einfacher, gerade auch ausländische Gründer hätten dadurch besseren Zugriff auf staatliche Finanzierungshilfen. Der Schritt in die Selbstständigkeit werde damit einfacher und sicherer. Die Zahl der ausländischen Selbstständigen in Deutschland bezifferte Bornmann auf rund 260.000, Anfang der 70er Jahre seien es erst 40.000 gewesen.

Von dem im vergangenen Herbst neu aufgelegten DtA-Mikro-Darlehen für kleinere Vorhaben bis 25.000 Euro profitierten ausländische Gründer in besonderem Maße, weil sie häufig mit sehr kleinen Beträgen an den Start gingen. So hat fast jeder zweite ausländische Existenzgründer, der Fördermittel des Bundes in Anspruch nimmt, einen Finanzierungsbedarf von unter 50.000 Euro. Bei den deutschen Gründern sind es gut ein Drittel (38 Prozent).

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