Diverses Ausländische Investoren sorgen sich um Telekom

Die Diskussion um die Ablösung des Telekomchefs Ron Sommer nimmt kein Ende. Unterdessen sorgen sich Investoren um die Zukunft des Unternehmens.

Die Bundesregierung hat eine Stellungnahme zu einem Zeitungsbericht abgelehnt, wonach bereits an diesem Freitag ein Nachfolger für Telekom-Chef Ron Sommer vorgestellt werden könnte. Man beteilige sich nicht an den gegenwärtige angestellten Spekulationen über die Telekom, sagte ein Regierungssprecher in Berlin.

Das „Handelsblatt“ hatte am Donnerstag unter Berufung auf Aufsichtsratskreise berichtet, Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) wolle am Freitag den DaimlerChrysler-Manager Klaus Mangold als Nachfolger Sommers präsentieren. Ein DaimlerChrysler-Sprecher hatte allerdings bereits am Mittwoch Spekulationen um Mangold dementiert.

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„Die Geschäftspolitik der Deutschen Telekom sowie Personalfragen fallen ausschließlich in den Aufgabenbereich von Vorstand und Aufsichtsrat, die hierfür auch die Verantwortung gegenüber den Aktionären und Mitarbeitern tragen“, betonte der Regierungssprecher. Medienberichten zufolge soll die Bundesregierung die Ablösung Sommers anstreben. Der Telekom-Aufsichtsrat will am Dienstag bei einer Sondersitzung über die Zukunft Sommers beraten.

Inzwischen wächst die Sorge ausländischer Investoren um die Unabhängigkeit des Konzerns. Die Zahl irritierter Anfragen von institutionellen Anlegern in den USA nehme zu. Dort sei der Eindruck entstanden, bei der Telekom „könne ein Kanzler einen Vorstandsvorsitzenden einfach direkt ersetzen“, war von der Telekom zu hören. (dpa)

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