Diverses Aussicht auf mehr Wettbewerb

Aussicht auf mehr Wettbewerb

Aussicht auf mehr Wettbewerb

Anfang Juli nimmt die neue Regulierungsbehörde für Energie die Arbeit auf. Was Kunden davon haben.

Mehr als 8000 Euro zahlte
der Regensburger Theodor
Hölscher im vergangenen Jahr an
Stromkosten. Viel zu viel, meint der
Großhändler für Wasserfilter und
Chef eines Ein-Mann-Unternehmens.
Was ihn besonders ärgert: »Mein
Stromversorger erhöht jedes Jahr die
Preise.« Und das schon seit vier Jahren.
Jetzt reicht es Hölscher allerdings. Bei
nächster Gelegenheit will er den Anbieter
wechseln.

Und damit steht der Firmenchef
nicht allein da: Mehr als jeder dritte
Unternehmer ist unzufrieden mit den
Leistungen seines Stromanbieters. Immerhin
19 Prozent der kleinen und mittleren Betriebe haben bereits mindestens
einmal den Versorger gewechselt.
Dies ergibt eine repräsentative
Forsa-Umfrage von impulse und dem
Frankfurter Energieanbieter Watt
Deutschland GmbH .

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Die Ursache für steigende Strompreise
ist für die meisten Firmenchefs
schnell erkannt: So geben 68 Prozent
der insgesamt 501 befragten mittelständischen
Unternehmer an, dass auf
dem Strommarkt derzeit nur wenig
bis gar kein Wettbewerb herrsche.
Diese Einschätzung bestätigt
Energiemarkt-Experte Aribert Peters.
Der Vorsitzende des Bunds für Energieverbraucher
in Rheinbreitbach bei
Bonn: »Die im April 1998 gestartete
Liberalisierung der Energiemärkte ist
gescheitert.« Damals hatte die Kohl-
Regierung die Gebietsmonopole von
acht Verbundunternehmen aufgehoben
und die Strompreise sanken – allerdings
nicht lange. Dann drehte sich
die Preisspirale wieder nach oben.

Mittlerweile zahlen Gewerbekunden
nach einer Berechnung des Bundesverbands
der Energie-Abnehmer
(VEA) in Hannover knapp 30 Prozent
mehr für Strom als kurz nach der
Marktliberalisierung. Dazu trug die
Politik ihr Scherflein bei. Nach Angaben
des Verbands der Elektrizitätswirtschaft
(VDEW) stiegen die Zusatzbelastungen
der Stromkunden
etwa durch das Erneuerbare-Energien-
Gesetz (EEG) zur Förderung alternativer
Energien von 300 Millionen
in 1998 auf knapp 1,3 Milliarden
Euro im letzten Jahr.

Auch die alten Gebietsmonopolisten
stemmten sich gegen die Liberalisierung.
Sie starteten eine beispiellose
Fusionswelle. Heute beherrschen die
vier Großen – Eon, RWE, die schwedische
Vattenfall und Energie Baden-
Württemberg (EnBW) – das gesamte
Verbundnetz, kritisiert Kartellamtschef
Ulf Böge.

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