Diverses Authentisch, echt, erfolgreich

"Mutmacherin der Nation": Barbara Wohanka

"Mutmacherin der Nation": Barbara Wohanka

Barbara Wohanka ist "Mutmacherin der Nation" 2008: Die Übersetzerin aus Bayern stand nach dem Tod ihres Mannes mit einer Million Schulden da - aber statt aufzugeben, gründete sie lieber eine eigene Firma und führte sie zum Erfolg. Und die 20.000 Euro Preisgeld will sie nun in ein Projekt in Afrika investieren.

Showdown in Berlin. Vierhundert Unternehmer hatten sich für den Wettbewerb „Mutmacher der Nation“ beworben. Sechzehn Landessieger schafften es ins Finale. Jeder der mutigen Macher meisterte mit seinem Unternehmen bedrohliche Situationen, überstand Schicksalsschläge und schaffte schließlich den Erfolg – mit couragierter Tatkraft und individueller Kreativität.

Die Jury um den Schirmherr und niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff kürte am Ende eine Unternehmerin zur „Mutmacherin der Nation“, die trotz des Todes ihres Ehemannes, der ihr fast eine Millionen Euro Schulden hinterließ, einen Übersetzungsdienst gründete und zum Erfolg führte: Barbara Wohanka von Wohanka und Kollegen. Heute beschäftigt die 52-Jährige über 80 Mitarbeiter im bayrischen Geisenhausen und den Zweigstellen in Leipzig, Sheffield (England) und Mulhouse (Frankreich). Mit den 20.000 Euro Preisgeld will sie eine Krankenstation in Tansania aufbauen.

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Unternehmer mit Vorbildfunktion gewürdigt

Platz zwei ging an den Bremer Transportdienstleister Niels Stolberg und seine Beluga Shipping GmbH. Als alle anderen auf die Containerschifffahrt setzten, stieg er 1995 in die Projekt- und Schwergutschifffahrt ein. Mit seinem Nischenprojekt trotzte er den Kritikern und schaffte in wenigen Jahren den Aufstieg zum Weltmarktführer. impulse-Chefredakteurin Ursula Weidenfeld würdigte seinen Mut, gegen den Strom zu schwimmen. Die 10.000 Euro Preisgeld spendet er seiner Stiftung „Beluga School for Life“, die sich um die Ausbildung der Kinder von Tsunami Opfern in Thailand widmet.

Die 5.000 Euro für den dritten Platz gingen an Rolf Kuhlmann. Am Beginn seiner unternehmerischen Karriere stand ein Schock: Bei einem schweren Unfall erlitt der damals 30-Jährige Dachdecker eine Querschnittslähmung. Aber Kuhlmann ließ sich nicht unterkriegen und gründete 1994 die Speedy Reha-Technik. Ein Unternehmen, das gemäß dem Motto „Mach mehr aus deinem Rollstuhl“ clevere Zugmaschinen und so genannte Handbikes für den zusätzlichen Hand- und Elektrobetrieb produziert. Das Wagnis hatte Erfolg: Heute beschäftigt Kuhlmann 38 Mitarbeiter, sieben davon sitzen ebenfalls im Rollstuhl. „Ein echtes Vorbild“, so die Begründung der Jury.

„Der deutsche Mittelstand ist authentisch“

Nur drei unter vielen beeindruckenden Unternehmerkarrieren konnten an diesem Abend ausgezeichnet werden. Christian Wulff sagte: „Der Wettbewerb Mutmacher der Nation beweist jedes Jahr wieder, der deutsche Mittelstand ist authentisch, echt und schafft auch in Krisenzeiten großartige Erfolge.“ Die 300 geladenen Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft feierten noch bis in die Nacht.

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