Diverses Ballast der Republik

Die Aktion ist bundesweit einmalig: Das Pleiteland Berlin spendiert überflüssigen Beamten eine eigene Behörde.

Berlin ist Spitze: die Schulden mit 56 Milliarden Euro zweieinhalbmal so hoch wie der Haushalt.
Und mit 146.000 Staatsbediensteten beschäftigt die Hauptstadt so viele Mitarbeiter wie keine andere Kommune in Deutschland.

Was macht der rot-rote Senat? Er gründet eine neue, bundesweit einmalige Behörde – um sich von überflüssigen Mitarbeitern zu trennen. Oder sie doch zu behalten und Däumchen drehen zu lassen. Für Finanzsenator Thilo Sarrazin, SPD, „eine echte Innovation“.

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Tatsächlich klingt die Idee zunächst gut: Beamte und Angestellte, die in ihrer Dienststelle nichts mehr zu tun haben, werden dorthin versetzt,
wo Not am Mann ist. Denn kündbar sind sie in der Regel nicht. Daher helfen sie jetzt aus, „wo sich
Aktenberge stauen“, erläutert Sarrazin. Oder werden dauerhaft dorthin verschoben, wo sonst neue Staatsdiener eingestellt würden.

Idealerweise sollen die so genannten Überhangkräfte in ein privates Unternehmen wechseln. 3200 „arbeitslose“ Bürokraten
sollen 2004 in der neuen Behörde Dienst tun. Das sind zwei Prozent der Berliner Staatsbediensteten.
Um sie kümmert sich seit Mai das eigens gegründete „Zentrale Personalüberhangmanagement“, kurz: Stellenpool. Mit einem Direktor, Stellvertreter, fünf Abteilungsleitern, 84 Mitarbeitern nsgesamt. Kosten der neuen
Bürokratie: 4,3 Millionen Euro.

Den kompletten Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 12/2004, Seite 38, nachlesen.

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