Diverses Bankbeschäftigte streiken

Im Tarifkonflikt des Bankgewerbes hat die Gewerkschaft ver.di ihre Gangart verschärft. In der Bankenmetropole Frankfurt traten am Donnerstag mehrere Tausend Beschäftigte in den Streik.

Im Tarifkonflikt des Bankgewerbes hat
die Gewerkschaft ver.di ihre Gangart verschärft. In der
Bankenmetropole Frankfurt traten am Donnerstag mehrere tausend
Beschäftigte der Deutschen Bank, Dresdner Bank, Commerzbank sowie
anderer Geldinstitute in den Streik. Das Rechenzentrum der Deutschen
Bank in Eschborn wurde nach Gewerkschaftsangaben lahm gelegt. Bei der
Frankfurter Sparkasse seien 38 Geschäftsstellen geschlossen
geblieben, weitere 12 könnten nur einen Notdienst aufrechterhalten.
Wenn die Arbeitgeber nicht einlenken, plant ver.di für die zweite
Hälfte der kommenden Woche eine Ausweitung des Arbeitskampfes.

Ver.di-Verhandlungsführer Hinrich Feddersen forderte die
Arbeitgeber bei einer Kundgebung in Frankfurt auf, die am 13. Juni
gescheiterten Verhandlungen wieder aufzunehmen. Die Arbeitgeber
hatten kein Angebot vorgelegt, sondern die Kürzung der Festgehälter
für die Vertriebsbeschäftigten verlangt. „Diese Schweinerei machen
wir nicht mit“, sagte Feddersen. Die Empfehlung der Arbeitgeber, die
Einkommen freiwillig um 3,1 Prozent anzuheben, lehnte er ab. „Wir
wollen einen Tarifvertrag, Einkommenserhöhungen und Regelungen zur
Beschäftigungssicherung“, sagte Feddersen.

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Auch die hessische ver.di-Fachbereichsleiterin Gudrun Schmidt wies
eine „Tarifpolitik nach Gutsherrenart“ zurück. Sie kündigte für
Freitag die Ausweitung der Streiks auf die DZ-Bank, die Helaba und
die Nassauische Sparkasse an. Am Freitag soll auch in Hamburg,
Hannover und in Baden-Württemberg gestreikt werden. Ver.di fordert
für die bundesweit rund 460 000 Bankangestellten 6,5 Prozent mehr
Geld.

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