Diverses Bankenfusion zum Wohl der Firmen

Holger Externbrink leitet bei impulse den Bereich Geld

Holger Externbrink leitet bei impulse den Bereich Geld© Florian Schwinge

Selten waren die Zeiten günstiger, um durch Fusionen eine weitere Großbank in Deutschland aufzubauen, sagt impulse-Redakteur Holger Externbrink. Sein Kommentar zeigt, dass dadurch nicht nur die Insitute ihre Kosten deutlich senken könnten. Positive Effekte spürten auch viele Mittelständler.

Endlich kommt der Bankenmarkt in Deutschland in Bewegung. Die Deutsche Post will ihre Tochter Postbank verkaufen. Der Allianz wäre eher heute als morgen eine Lösung für ihre Problemtochter Dresdner Bank lieb. Und die Citibank will ihren Deutschlandableger schnellstmöglich loswerden, um die Verluste aus der Subprime-Krise auszugleichen. Selten standen die Chancen besser, neben der Deutschen Bank eine weitere Großbank aufzubauen. Vor allem die Kombination Allianz, Dresdner Bank, Commerzbank und Postbank macht viel Sinn.

Natürlich hat auch Verdi Recht, wenn die Gewerkschaft vor dem massiven Stellenabbau warnt. Doch genau da liegt das Problem der deutschen Banken. Die meisten Institute leisten sich zuviel Personal. An jeder Ecke gibt es eine Bankfiliale. In Zeiten von Internetbanking: obsolet. Durch eine große Fusion können die Institute ihre Kosten deutlich senken. Davon werden auch die Firmenkunden profitieren – wenn auch nicht auf der Ebene der Kleinkredite. Hier herrscht mit Sparkassen und Volksbanken nach wie vor ein heftiger Wettbewerb. Doch alternative Finanzierungsprodukte wie Firmenanleihen, Asset backed Securities oder Mezzanine Kapital können die Institute viel günstiger anbieten. Mithin hat ein größeres Institut klar bessere Refinanzierungsmöglichkeiten am Markt, kann also Kapital billiger besorgen. Und an Firmen weiter verleihen. Schließlich benötigen auch Mittelständler immer häufiger internationale Finanzierungen. Dies gelingt Instituten mit internationalen Kontakten eben deutlich besser. Wünschen wir den Herren Dieckmann, Blessing und Klein ein besseres Händchen als seinerzeit Breuer und Walter.

Anzeige

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): *Captcha loading...