Diverses Baumessen sortieren sich neu

Die Zersplitterung der deutschen Baumessen geht zu Ende. Im Januar trafen sich erstmals Handwerker unterschiedlicher Gewerke zur gemeinsamen Ausbauschau in Nürnberg.

Nicht nur die schwache Konjunktur machte den deutschen Bauhandwerkern in den vergangenen Jahren zu schaffen. Auch die vielen kleinen Fachmessen frustrierten die Branche. Nun kommen von beiden Baustellen positive Signale: Der Neubaumarkt scheint anzuspringen – und die Veranstalter dünnen durch Kooperationen und Fusionen den Messekalender aus. Ein wichtiger Anfang wurde im Januar gemacht, als in Nürnberg die
1. Deutsche Ausbaumesse über die Bühne ging, die man gemeinsam mit der Messe Essen entwickelt hatte. Erstmals stellten dort Unternehmen aller Ausbaugewerke gemeinsam aus. Mit 326 Ständen und 25 000 Zimmerleuten, Dachdeckern, Trockenbauern und Fliesenlegern gilt die Premiere als geglückt. Im kommenden Jahr wandert die Schau als Parallelveranstaltung zur Essener Deubau.

Auch dort hat man die Kritik am zersplitterten Messewesen aufgenommen: Die Deubau, in ungeraden Jahren größte Fachmesse der Branche, wurde um einen auf fünf Tage verkürzt. Neben einem großen Architektenkongress hat man in diesem Jahr zudem die Straßen- und Tiefbautage integriert. 2008 soll die Leitmesse durch die Ausbauschau noch weiter an Profil gewinnen.

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Die Zimmerermessen Holzbau und Ausbau, die in diesem Jahr noch pa­rallel zur Ausbauschau in Nürnberg liefen, bekommen ein neues Zuhause in Stuttgart und werden mit der Dach + Wand, die bislang in Köln lief, ausgetragen. Auf Konfrontationskurs bleiben derweil die Baumessen in Leipzig und Berlin: Sie kämpfen um die Vorherrschaft in Ostdeutschland.
Im kommenden Jahr gibt freilich wie in allen ungeraden Jahren die Münchner Bau den Ton an. Auch von hier kommen gute Meldungen: Die Standfläche ist fast ausgebucht.

Weitere Artikel aus dem Ressort Messe können Sie in der impulse-Ausgabe 07/2006, Seite 62, nachlesen.

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