Diverses Bayrisches Kraftpaket

Das Muscle-Car ist wieder auferstanden - in Gestalt des BMW M6. Der ist jünger und schöner als die kräftig motorisierten US-Coupés aus den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, hat aber genauso viel Kraft: 507 PS. Darüber hinaus hat das bayerische Urviech nichts mit den - auch fahrwerks- und motortechnischen - Billigfahrzeugen gemein.

So läuft die moderne Interpretation des Muscle-Cars auf einem Fahrwerk vom Allerfeinsten. Das versetzt den M6 in die Lage, in der Champions League der Sportwagen ganz oben mitzumischen. Dank eines kürzeren Radstandes als im gleich motorisierten BMW M5 sowie eines niedrigeren Schwerpunktes setzt er der Rennlimousine M5 in Punkto Fahrdynamik und Agilität noch eins drauf.

Der 1,8-Tonner fährt sich leichtfüßig wie ein Supersportwagen. Sogar ein Rest von Komfort lässt das Sportfahrwerk übrig. Sonst aber dient es nur einem Zweck: Möglichst rasch die Kurve kriegen.

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Die Lenkung setzt die Richtungsänderungen stets zielgenau um, ohne große Kraftanstrengung und dennoch gefühlvoll.
Am Sportwagengefühl hat der großvolumige Motor den größten Anteil: Der V-10-Zylinder mit fünf Liter Hubraum 507 PS und 520 Newtonmeter Drehmoment beschleunigt den Sportler unter fünf Sekunden von Null auf 100 km/h. Der Vorwärtsdrang endet bei 250 km/h, könnte theoretisch jedoch bis 330 km/h gehen.

Das Beste an den Power-Fahrten ist der Sound der Maschine. Sie röhrt und röchelt, grölt und brüllt – bei schönem Wetter ist man geneigt, mit offenem Fenster zu fahren, um das Hörerlebnis genießen zu können. Darauf kann man sich dann ganz konzentrieren, das Gaspedal bis zum Bodenblech durchdrücken und das Schalten getrost der Sieben-Gang-SM-Getriebe im Automatikmodus überlassen.
Dann geht die Post ab. Aber auch zum Bummeln auf den Einkaufsmeilen oder Bundes- und Landstraßen eignen sich Maschine und Getriebe.

Die Optik hat sich gegenüber dem normalen 6er nicht sehr verändert. Am meisten fallen Front- und Heckschürze, neue Schweller und die 19-Zoll-Räder auf. Die vier Endrohre der Auspuffanlage sehen nicht nur sportlich aus, sie klingen auch so. Innen überzeugen Ledersitze, großes Navisystem, schwarzer Klavierlack an der Mittelkonsole und ein Dachhimmel aus Alcantara. Alles nicht vordergründig-luxuriös, sondern auf edel-sportlich getrimmt. Inneres und Äußeres passen zueinander – ein echter Supersportwagen.

Preis: ab 109.500 Euro

www.bmw.de

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