Diverses BDI: 2003 weniger als ein Prozent Wachstum.

Die deutsche Industrie erwartet in diesem Jahr ein schwaches Wirtschaftswachstum und ruft zu umfassenden Reformen auf.

Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Michael
Rogowski, sagte am Montag in Berlin, er rechne für 2003 mit einem Wachstum
des Bruttoinlandsproduktes (BIP) „von unter einem Prozent“. Ein leichter
Aufschwung werde vor allem von den USA getragen sein, komme aber nicht vor
Jahresmitte.

Kurzfristig rechnet der BDI-Chef mit einem weiteren Anstieg des Euro, was
den deutschen und europäischen Export beinträchtigen werde. Dennoch lehnt er
eine Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) derzeit ab: „Die
Geldpolitik kann nicht die falsche Wirtschaftspolitik richten.“

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Am meisten würden die Wachstumsaussichten von der Frage belastet, ob es zu
einem Krieg im Irak kommen werde: „Die Unsicherheiten sind hoch“, so
Rogowski.

Der Industrieverband hat zudem sieben „Sofortmaßnahmen für ein attraktives
Deutschland“ vorgestellt. Eine der zentralen Forderungen: Die Subventionen –
nach Schätzung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft jährlich 150
Milliarden Euro – sollen ab 2004 Jahr für Jahr um zehn Prozent gekürzt
werden.

Zudem sollte Rot-Grün die Staatsbeteiligungen innerhalb von drei
Jahren halbieren und das Steuererhöhungsgesetz, das derzeit beraten wird,
komplett fallen lassen. Im Bereich der sozialen Sicherungssysteme plädiert
der Verband für mehr Eigenvorsorge, die „Fesseln des Arbeitsmarktes“ müssten
„gesprengt“ werden.
Den gesamten Forderungskatalog wie auch das umfassende Programm „Freiheit
wagen – Fesseln sprengen“ finden Sie unter: www.bdi-online.de.

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