Diverses Bedrohung durch Dateischädlinge
nimmt zu

Die Bedrohung durch Dateischädlinge aus dem Internet wird nach Ansicht des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) weiter zunehmen. Im ersten Bericht zur Lage der IT-Sicherheit in Deutschland warnt das BSI, dass die derzeitigen Schutzmaßnahmen gegen Viren, Würmer, Trojaner, Spam, Phishing und andere Gefahren gerade noch ausreichend seien.

Momentan hätte allenfalls die Hälfte aller IT-Verantwortlichen in Unternehmen eine schriftlich festgehaltene Strategie für konkrete Schutzmaßnahmen. Auch viele Privatanwender legten auf den Schutz ihrer Rechner nicht viel wert.

Dem Bericht zufolge wurden in der zweiten Jahreshälfte 13 Prozent mehr Schwachstellen in den Netzwerken und Systemen bundesweit entdeckt als im Jahr zuvor. Zugleich stieg die Anzahl der registrierten Wurm- und Virenvarianten im Vergleich zum Vorhalbjahr um zwei Drittel auf 7.300 Exemplare. Ein Drittel davon waren Trojanische Pferde. Die Angreifer werden zudem immer schneller: Der Zeitraum zwischen dem Bekanntwerden einer Schwachstelle und ihrer Ausnutzung liege laut BSI derzeit bei durchschnittlich 6,4 Tagen – mit stark fallender Tendenz.

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Der Anteil von Spam am gesamten E-Mail-Verkehr beträgt hierzulande mittlerweile zwischen 60 und 90 Prozent. Neun Prozent der deutschen Unternehmen und Organisationen haben laut BSI keinen Spamschutz.

Für die Zukunft prognostiziert die Behörde eine weitere Professionalisierung und Organisierung von Internet-Kriminalität. Nicht einzelne Computer stünden im Visier von Hackerbanden, sondern vielmehr ganze Netzwerke und ihre Komponenten. Zudem würden sich die Angriffe auch auf kommende Netzwerktechnologien wie zum Beispiel WLAN, Internet-Telefonie und Mobilfunk richten.

Unterdessen hat Bundesinnenminister Otto Schily den „Nationalen Plan zum Schutz der Informationsinfrastrukturen“ (NPSI) vorgestellt. Dabei werden Sicherheitsstandards definiert, die das Niveau der IT-Sicherheit steigern und deutsche Unternehmen, Verwaltungen und Organisationen ausfallsicher machen sollen. Das BSI erhält darin zudem die Funktion eines Krisenzentrums und soll dafür organisatorisch erheblich ausgebaut werden. Im Moment arbeiten rund 400 Mitarbeiter im BSI.

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